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StartseiteDealsPressestimme: Atomstreit: Der Iran hält den Westen zum Narren
Irans Präsident Achmadinedschad spricht zur Generalversammlung der UNO

27. Mai 2008 Atomstreit: Der Iran hält den Westen zum Narren

Zuckerbrot und Peitsche sang- und klanglos verhallt

Der Standard (Wien):

"Der Iran kann es sich - trotz drei UN-Sanktionsrunden und vielfacher Appelle - ganz offensichtlich weiterhin leisten, zu bestimmen, wo er Einblicke gewährt und wo nicht. Mal kooperiert er mehr, mal weniger. Dies macht die Hilflosigkeit der Staatengemeinschaft deutlich. Dem Westen bleibt nichts anderes übrig, als es weiterhin mit der Zuckerbrot-und-Peitsche-Strategie zu versuchen. Die Rufe der USA nach einem harten Kurs sind in jüngster Zeit etwas leiser geworden. Im November aber wird dort ein neuer Präsident gewählt. Vielleicht ist das ja eine Chance. Vorerst aber macht Teheran weiter, was es will."

New York Times (New York):

"Der jüngste Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde macht wieder einmal klar, dass der Iran sein Nuklear-Programm vorantreibt. Und die USA und ihre Verbündeten haben keinerlei Strategie, um ihm Einhalt zu gebieten. Seit fünf Jahren spielt der Iran mit den Inspektoren Katz und Maus. Keine Frage: Dieser Report ist besorgniserregend. Aber er darf nicht als Vorwand für die Hardliner in Washington dienen, die einen neuen Krieg anzetteln wollen. Wir haben keine militärischen Optionen. Die USA müssen nun zusammen mit Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland harte Sanktionen erlassen, die Teheran vielleicht doch noch zu einem Kurswechsel zwingen."

Nezawissimaja Gazeta (Moskau):

"Der neue Bericht ist wohl der kritischste von allen, die bisher vorgelegt wurden. Und es gab bereits mehr als ein Dutzend. Die Vorwürfe der Inspektoren sind unerwartet scharf: Der Iran verheimlicht Forschungen im Bereich der Militärtechnologie. Und dennoch wird wohl auch dieser Bericht die Haltung der iranischen Regierung wieder nicht sonderlich beeinflussen."