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Uiguren rebellieren: 140 Tote bei blutigen Unruhen in China

06.07.2009PROTEST GEGEN UNTERDRÜCKUNG

Uiguren rebellieren: 140 Tote bei blutigen Unruhen in China

Die Bilanz von gewalttätigen Aufständen am Sonntag in der chinesischen Provinz Xinjiang ist erschütternd: 800 Verletzte, mindestens 140 Tote, so die Opferzahlen einer Demonstration muslimischer Uiguren, die ursprünglich für mehr Unabhängigkeit auf die Strasse gingen.

Bereits im März letzten Jahres kam es in der nordwestlichen Krisenregion Chinas zu kleineren Demonstrationen von Uiguren, die sich gegen die Fremdherrschaft aufbäumten. Gut ein Jahr später sind die Proteste eskaliert. Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur „Xinhua" zufolge, sind bei Kämpfen zwischen chinesischen Sicherheitskräften und Angehörigen der muslimischen Uiguren in der Provinz Xinjiang mindestens 140 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 800 Menschen verletzt. Die Zahl der Todesopfer steige weiter.

Stein des Anstoßes sind anhaltende Vorwürfe der Uiguren. So fordert die Minderheit ein Ende der politischen und kulturellen Unterdrückung durch die ihnen ethnisch fremden Han-Chinesen. Diese hatten die großen Gebiete im Westen des Landes nach der Gründung der kommunistischen Volksrepublik 1949 eingenommen.

Etwa 90 Unruhestifter würden gesucht, „zehn Rädelsführer" seien bereits festgenommen, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der amtlichen Agentur. In der Provinzhauptstadt Xinjiangs, Urumqi, kam es im Laufe der Zeit zur Gruppierung einer Unabhängigkeitsbewegung unter den etwa acht Millionen dort lebenden muslimischen Uiguren.

An den Streitigkeiten waren Hunderte Uiguren beteiligt, die im Tages-Verlauf schließlich Polizeiabsperrungen missachteten, diese stürmten, Autos in Brand steckten und Busse angriffen. Auch Passanten gerieten zwischen den Fronten. Die Ausschreitungen an denen sich nach Angaben staatlicher Medien und Augenzeugen fast 1.000 Menschen beteiligten, spitzen sich in mit späterer Stunde immer mehr zu.

Zu Beginn der Proteste, stand die Forderung der Uiguren eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern ihrer Volksgruppe mit Han-Chinesen in einer Spielzeugfabrik in Südchina zu untersuchen. Die Stimmung kippte, als sich die Teilnehmer weigerten, die Demonstration zu beenden.

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