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Superdelegierter der Demokraten Bill Gwatney in Arkansas erschossen

14.08.2008MOTIV DES TÄTERS LIEGT IM DUNKELN

Parteichef der US-Demokraten in Arkansas Bill Gwatney erschossen – Barack Obama geschockt

Der Vorsitzende der US-Demokraten in Arkansas, Bill Gwatney, ist am gestrigen Mittwoch Opfer eines Mordanschlags geworden. Der 50-jährige Supermarkt-Mitarbeiter Timothy D. Johnson erschoss den Superdelegierten in der Parteizentrale in der Bundeshauptstadt Little Rock. Später starb Johnson selbst bei einem Schusswechsel mit Polizisten. Zwei Wochen vor dem Nominierungsparteitag, auf dem Barack Obama zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll, steht die demokratische Partei unter Schock.

Der designierte Präsidentschaftskandidat Obama ließ verlauten, er sei über die Tat „schockiert und betrübt“. Bill Clinton, früher selbst Gouverneur von Arkansas, gab mit seiner Ehefrau Hillary eine gemeinsame Erklärung ab, in der es hieß: „Wir sind durch den Tod von Bill Gwatney zutiefst betrübt.“ Der 48-jährige Chef der Demokraten in Arkansas war ein enger Freund der Familie. Gwatney hatte auch Hillary Clinton bei ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur unterstützt.

Die Motive des Täters sind nach wie vor unklar. US-Medienberichten zufolge war der nicht vorbestrafte Johnson am gestrigen Mittwoch in die Parteizentrale der Demokraten in Little Rock gekommen. Nachdem der 50-Jährige nach Gwatney gefragt habe, sei er in dessen Büro gegangen. Dort habe der Täter den Parteivorsitzenden mit drei Schüssen getötet. Anschließend lieferte sich der Mörder eine wilde, über 40 Kilometer andauernde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Bei einem Schusswechsel mit Polizisten wurde der Attentäter tödlich verwundet und starb.

Bill Gwatney war einer der sogenannten Superdelegierten. Auf dem anstehenden Nominierungsparteitag der Demokraten in Denver im Bundesstaat Colorado, wo Barack Obama offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll, hätte der Ermordete ein besonderes Stimmrecht gehabt. Im Gegensatz zu den bei den Vorwahlen gewählten Delegierten sind die Superdelegierten keinem Kandidaten verpflichtet. (mre)

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