Laut einem Fernsehbericht des israelischen Senders Kanal 2 plant der US-amerikanische Präsident George W. Bush Anfang Januar einen Besuch in Israel und den Palästinensergebieten. Der Mittelpunkt der Reise sollen zum einen der Nahost-Friedensprozess, zum anderen Gespräche über das iranische Atomprogramm sein.
Das Weiße Haus hat bisher allerdings nur eine Reise mit dem allgemeinen Ziel Nahost bestätigt. Gordon Johnroe, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, stellte dafür einen Termin für Januar 2008 in Aussicht. Bush-Sprecherin Dana Perino erklärte am Dienstagabend: „Der Präsident findet, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Besuch in der Region ist." Sollte der Besuch in Israel tatsächlich stattfinden, wäre dies das erste Mal seit Beginn seiner Amtszeit 2001. Bush besuchte Israel zuletzt 1998 in seiner Funktion als Gouverneur von Texas.
George W. Bush in Annapolis
Die geplante Nahost-Reise Bushs verfolgt offenbar das Ziel, auf den Erfolgen bei der Annapolis-Konferenz vergangene Woche aufzubauen. Dort hatten Israelis und Palästinenser auf Drängen der USA nach sieben Jahren Stillstand medienwirksam die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen vereinbart. Die Gespräche sollen bereits am 12. Dezember beginnen. Zentrale Streitpunkte sind dabei die zukünftigen Grenzen eines Palästinenserstaates und der Status von Jerusalem.
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Vor wenigen Tagen hatte der US-Präsident bereits den ehemaligen NATO-Oberkommandierenden James Jones zu seinem militärischen Nahost-Berater ernannt. Die Personalie wird als weiteres Zeichen dafür gewertet, dass Bush die Angelegenheit künftig als Chefsache betreiben will. Noch in der vergangenen Woche hatte der US-Präsident eine etwaige Reiseabsicht in den Nahen Osten gegenüber CNN dementiert. (ta)