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Afghanistan: Oskar Lafontaine bezichtigt Bundeswehr des 'Terrorismus'

03.09.2008LAFONTAINE FROHLOCKT

'Die Linke' liegt im Saarland vor der SPD – CDU im Sturzflug

Wenn am nächsten Sonntag im Saarland Landtagswahl wäre, käme die Linke dort auf mehr Stimmen als die SPD. Dies geht aus einer ’Forsa’-Umfrage hervor, die im Auftrag des ’Stern’ durchgeführt wurde. Auch die Regierungspartei CDU verliert der Umfrage zufolge deutlich und büßt ihre absolute Mehrheit ein. Mit dem Umfrageergebnis bestätigt das Saarland seinen Ruf als "Hochburg der Linken“.

Mit 24 Prozent der Stimmen kommt die Linke unter Führung des ehemaligen saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine auf einen Prozentpunkt mehr als die SPD. Es ist das erste Mal überhaupt, dass die Linke in einem westdeutschen Bundesland vor der SPD liegt. Ein Grund für das schlechte Abschneiden der Sozialdemokraten könnte die geringe Popularität des Spitzenkandidaten Heiko Maas sein. Auf die Frage, wen sie direkt zum Ministerpräsidenten wählen würden, nannten nur 14 Prozent der 1.001 Befragten den Namen des SPD-Kandidaten. Lafontaine hingegen würden 23 Prozent direkt wählen.

Die meisten Stimmen hier, nämlich 36 Prozent, bekäme der amtierende Ministerpräsident Peter Müller von der CDU. Die Christdemokraten bekommen in der Umfrage auch als Partei die meisten Stimmen. Doch 37 Prozent sind immer noch zehn Prozentpunkte weniger als bei der letzten Landtagswahl im Jahre 2004. Damit würde die Regierungspartei ihre absolute Mehrheit verlieren. Sollte nach der Wahl im kommenden Jahr eine Koalition erforderlich sein, würden die Saarländer ein Bündnis zwischen SPD und Linken favorisieren. 21 Prozent der Befragten sprachen sich für eine solche Koalition aus, die SPD-Kandidat Maas jedoch entschieden ablehnt.

Jeweils 18 Prozent waren für ein Bündnis aus CDU und FDP beziehungsweise CDU und SPD. Nur 14 Prozent wollen, dass die seit acht Jahren mit absoluter Mehrheit regierende CDU weiter allein an der Macht bleibt.

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Die SPD kann sich über das schlechte Abschneiden im Saarland jedoch mit dem Ergebnis einer bundesweiten Umfrage hinwegtrösten. Denn hier können die Sozialdemokraten ihren Vorsprung auf die Linke um zwei Prozentpunkte vergrößern. Während die SPD bundesweit auf 21 Prozent der Wählerstimmen kommt, fiel die Linke um einen Punkt auf 14 Prozent zurück. Die ebenfalls von 'Forsa' durchgeführte Umfrage ergab außerdem, dass die Union (37 Prozent der Stimmen) zusammen mit der FDP (13 Prozent) knapp eine absolute Mehrheit bilden könnte. Die Grünen bleiben in bundesweiten Wählergunst konstant bei zehn Prozent. Im Saarland muss die ehemalige Regierungspartei hingegen mit nur fünf Prozent der Stimmen um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. (mre)

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