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StartseitePolitikBerlin'Bild'-Chefredakteur Kai Diekmann erleidet Brandanschlag

22.05.2007'Bild'-Chefredakteur Kai Diekmann erleidet Brandanschlag

Auto weg

In der Nacht zum heutigen Dienstag ist von Unbekannten ein Brandanschlag auf das Auto von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann verübt worden. Die Polizei geht von einem politischen Hintergrund aus. Kurz vor drei Uhr Morgens wurde der...

In der Nacht zum heutigen Dienstag ist von Unbekannten ein Brandanschlag auf das Auto von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann verübt worden. Die Polizei geht von einem politischen Hintergrund aus.

Kurz vor drei Uhr Morgens wurde der Polizei im Hamburger Stadtteil Harvestehude von Nachbarn gemeldet, dass das Auto des Chefredakteurs in Flammen aufgegangen war. Laut der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte eine Polizeisprecherin, dass Unbekannte einen Brandsatz auf dem hinteren linken Reifen plaziert und gezündet hatten. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

„Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann ist wohl einer der meistkritisierten Journalisten Deutschlands. In einem Prozess in Berlin wurde gegen ihn geurteilt, „bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsverletzung anderer“ zu ziehen. Ist der Redakteur auch nicht bei allen beliebt, so gibt es in bezug auf den Brandanschlang für persönliche Beweggründe gegen Diekmann noch keine Anzeichen. 

Die Polizei hat bisher keinerlei Indizien über eventuelle Täter, es wird aber von einer politischen Motivation ausgegangen. Die Polizei vermutet hinter dem Vorfall die Beteiligung linksextremer Gruppen, wie sie im Vorfeld des Heiligendammer G-8-Gipfels in den letzten Wochen schon mehrfach von sich reden gemacht haben. Vor rund zwei Wochen waren in Hamburg bei einer Großrazzia zahlreiche Lokalitäten durchsucht worden. Auch das linke Szenelokal „Rote Flora“ war von der Polizei abgesperrt worden, woraufhin es zu Ausschreitungen zwischen Polizei und rund 2.500 linksextremen Demonstranten kam. Auch im Fall der „Farbattacke“ gegen das Hamburger Nobelhotel „Louis C. Jakob“ ging ein Bekennerschreiben von Protestierenden gegen den G-8-Gipfel bei der Polizei ein.    

Die Ermittlungen sind weiter im Gange. (sl)

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