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13.05.2009SCHWARZENEGGER ALS VORBILD

Kiffen erlaubt? Linke will mit Legalisierung von Cannabis die Wirtschaft ankurbeln

Ungeahnte Wege aus der Krise? Neue Ansätze um Deutschland zukunftsfest zu machen? Die Linke denkt daran. Die drogenpolitische Sprecherin Monika Knoche erklärte auf Bild.de am gestrigen Dienstag, dass Kiffen legalisiert werden solle um die Wirtschaft anzukurbeln.

"Auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise halte ich eine Legalisierung von Cannabis und Marihuana unter bestimmten Voraussetzungen für richtig." Die Wirtschaftsleistung soll damit angekurbelt werden: "Dann hätten wir nicht nur eine Gleichstellung aller Drogen, sondern der Staat könnte durch Steuereinnahmen auch noch etwas verdienen."

Die Linke hat dabei ein prominentes Vorbild : Arnold Schwarzenegger, der Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien hat eine weitgehende Diskussion über die Legalisierung von Cannabis losgetreten. Auch er erhofft sich zusätzliche Steuereinnahmen. "Wir könnten das Geld aus einer Cannabis-Steuer gut gebrauchen, zum Beispiel für gesundheitliche Aufklärung", erklärte die drogenpolitische Sprecherin der Linken, Knoche.

Geschätzten Zahlen zufolge kiffen knapp 30 Prozent der Bundesbürger über sämtliche Altersgrenzen und Schichtunterschiede hinweg. Der Wert soll sogar höher als in den Niederlanden sein, in dem Cannabis schon lange legal ist. Die Abschreckung durch ein Verbot ist damit wohl beinahe gleich null. Den steigenden Konsum in der Gesellschaft zu besteuern, statt Marihuana-Konsumenten auf den Schwarzmarkt zu verbannen, wird in unserem Nachbarland schon seit den 90ern betrieben.

In Kalifornien ist der Einsatz von Cannabis zu gesundheitlichen Zwecken bereits jetzt gestattet. In einigen Städten können Kranke zur Schmerzmilderung an Automaten sich ihrem Rezept gemäß mit Marihuana versorgen.

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (1)
Gebt das Hanf frei! (17.05.2009 05:08)

An den Autor: einige Ergänzungen / Korrekturen

> ... zu besteuern,
> statt Marihuana-Konsumenten auf den Schwarzmarkt zu
> verbannen, wird in unserem Nachbarland schon seit den
> 90ern betrieben.

Coffeeshops gibt es bereits seit Mitte der 70er.

> In Kalifornien ist der Einsatz von Cannabis zu
> gesundheitlichen Zwecken bereits jetzt gestattet.

Der Einsatz zu medizinschen Zecken ist nicht nur in Kalifornien sondern in bereits 13 der insgesamt 50 US-Bundestaaten legal. In weiteren Bundesstaaten verabschiedet die Legislative derzeit ähnliche Gesetze. Bis Jahresende werden es 16 Bundesstaaten sein. Tendenz weiter stark steigend.