Promi-Brünette Verona Pooth (40) hat ihren lukrativen Werbevertrag beim Marmeladenhersteller Schwartau verloren. In der vergangenen Woche hatten Steuerfahnder in ihrer Meerbuscher Villa sowie im Büro der Firma 'Verona's Dreams' wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eine Razzia durchgeführt. Mit ins Visier der Fahnder gelangte Veronas Manager Alain Midzic.
Wenige Wochen zuvor war darüber hinaus Verona-Gatte Franjo Pooth wegen Untreue, Vorteilsgewährung, Insolvenzverschleppung und Bestechung zu einem Jahr Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt worden. Nun scheint jedoch erstmals auch Veronas Glaubwürdigkeit als Werbeträgerin Schaden genommen zu haben.
Verona Pooth
Sebastian Schaeffer, Geschäftsführer des Marmeladenherstellers Schwartauer Werke, bestätigt gegenüber dem Branchendienst 'Horizont.net', dass seine Firma die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Spinat-Testimonial ('Blubb') nicht erneuern wird.
Allerdings verneint Schaeffer, dass der Schritt etwas mit den vermehrten Negativschlagzeilen der letzten Zeit zu tun habe: "Das hat keine Rolle gespielt". Vielmehr bilde die neue Marketingstrategie des Unternehmens den Hintergrund für die Entscheidung: "Mit der Testimonialwerbung wollten wir die Marke bekannt machen". Bei der neuen Kampagne stehe nun vielmehr das Produkt im Mittelpunkt. Trotzdem engagierte das Unternehmen kürzlich Johannes B. Kerner, um die Marke Corny in die Öffentlichkeit zu tragen.
Pooth ist nach wie vor eines der am stärksten gebuchten Testimonials in Deutschland - so verlieh sie in der Vergangenheit bereits dem Iglo-Rahmspinat, der Telegate-Auskunft 11880, dem Warenhauskonzern Karstadt, dem Klatschmagazin 'OK!' sowie der Expo 2000 ihr Gesicht. Zusätzlich soll in Kürze eine TV-Kampagne der Biermarke Paulaner an den Start gehen. Sie wurde trotz des jüngsten Medienrummels um die Pooths bestätigt.
Vor der Steuer-Razzia hatten namhafte Werbeagenturen öffentlich betont, dass die Loyalität Veronas zu ihrem Mann in den vergangenen Monaten ihrer Glaubwürdigkeit eher genutzt als geschadet habe. Karen Heumann, Vorstandsmitglied bei Jung von Matt, zollte ihr Respekt: "Viele Menschen bewundern ihr Verhalten. Für mich ist Verona Pooth eine Überlebensmaschine. Sie verliert nie ihre Würde."
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Auch Constantin Dudzick, Strategiedirektor bei Scholz & Friends, bewertete ihr Verhalten positiv: "Durch öffentliche Demut und ein klares Bekenntnis zu ihrem Mann ist es ihr bisher gut gelungen, größeren Schaden von sich als Personality-Marke fernzuhalten." (mso)