Die Dokumentation ‚This is it‘, die Michael Jackson bei der Vorbereitung für seine Konzertreihe in London zeigt, hat bisher 200 Millionen Dollar weltweit eingespielt. Dabei entfallen 30 Prozent der Einnahmen auf die USA und Kanada, wo der Film 61 Millionen Dollar einbrachte. Damit kommen die Einnahmen den vorherige Schätzungen von 250 Millionen Dollar Einspieleinnahmen näher.
'King of Pop' Michael Jackson, der im Juni kurz vor Beginn einer Marathonkonzertreihe von 50 Konzerten verstarb, singt in dem Streifen Hits wie ‚Beat it‘, ‚Earth Song‘, ‚Smooth Criminal‘ und ‚Thriller‘ und legt natürlich auch herausragende Tanzauftritte hin.
Zwischenzeitlich gibt es aber Stimmen, die die Echtheit des Gesangs des begnadeten Sängers und Tänzers in der Dokumentation bezweifeln. So behauptet die englische Boulevardzeitung ‚The Sun‘ in ihrer Ausgabe am heutigen Montag, dass einige der Gesangseinlagen im Film aus 28 Jahre alten Aufnahmen stammen und von Technikern eingebunden worden sind.
Laut Angaben von Sony entspricht das Filmmaterial „einem Platz in ersten Reihe bei Michael Jacksons letztem Konzert". Doch die ‚Sun‘ zog zwei Musikstudioexperten heran, die enthüllten, dass die Aufnahme von ‚Earth Song‘ aus einer Demo aus dem Jahr 1991 stammt, die auch auf der Internetplattform ‚youtube‘ zu finden ist.
Die ‚Sun‘ vermutet, dass es um die Stimme des Superstars nicht mehr gut bestellt war und er die Noten nicht mehr richtig traf. Die 140 Stunden Filmmaterial über Michael Jacksons Konzertvorbereitung wurden für die Dokumentation bearbeitetet und aufbereitet. Der frühere Studiochef der BBC, Andrew Rose, meint dazu: „Den ganzen Film hindurch kommt es immer wieder zu plötzlichen Veränderungen im Timbre seines Gesangs, die vermuten lassen, dass ältere Aufnahmen hineingeschnitten wurden, die eine stärkere digitale Bearbeitung erfordert hätten, um in den neuen Live-Hintergrund hineinzupassen."
Rose erläuterte, dass seiner Meinung nach der ‚Earth Song‘ in der Dokumentation ‚This is it‘ einer Aufnahme desselben Liedes aus dem Jahr 1991 entspricht, lediglich die Geschwindigkeit hätten die Techniker erhöht und die Tonhöhe verringert. Er ahmte den Effekt im Studio nach, um seine Behauptung zu ‚beweisen‘.
Außerdem, so Rose, spiele Michael Jackson in dem Film sehr häufig mit seinem Headset-Mikrophon. Dies sei aber nur einmal auf dem Soundtrack zu hören. Rose gab bekannt, er hätte erwartet, dies „praktisch durchgehend" zu hören.
Regisseur Ortega Kenny wiederum gab an, dass die Aufnahmen in dem Film - der in gut gefüllten Kinosälen weltweit gespielt wird - von „echter ungeschützter Ehrlichkeit" seien. Sony hat für die Rechte an dem Streifen, der ein weltweiter Kassenschlager ist, 38 Millionen Dollar gezahlt.
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Ein Sprecher von Sony Pictures, Jim Kennedy, erklärte die Auffälligkeiten so: „Um Michaels Vision für seine Fans und seine Kinder zu erfüllen mussten die Filmemacher so manches an bereits existierenden Material, einschließlich Gesangsaufnahmen, einbringen, wo das Audiomaterial aus den Konzertproben unvollständig und/oder unhörbar war. Aber im Abspann wurde die Nutzung von Master-Aufnahmen (wie zum Beispiel von ‚Earth Song‘) klar gemacht."(jka)