Die Todesurkunde von 'King of Pop' Michael Jackson ist abgeändert worden - sechs Monate nach seinem Tod gilt er offiziell als Mordopfer.
Spätes Erwachen? Pop-Gott Michael Jackson gilt sechs Monate nach seinem Tod laut Todesurkunde offiziell als ermordet.
Der 'King of Pop' war am 25. Juni des vergangenen Jahres verstorben, nachdem ihm ein starker Medikamentencocktail auf Basis des Narkotikums Propofol verabreicht worden war. Die offizielle Todesurkunde wies ursprünglich eine "akute Propofol-Vergiftung" als Ursache seines Ablebens auf. Dieser Wortlaut ist jetzt jedoch durch das Büro des Gerichtsmediziners von Los Angeles durch die Formulierung "infolge einer intravenösen Injektion durch einen Dritten" ergänzt worden. Die offizielle Todesursache gilt deshalb fortan als "Mord".
Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray (56) wird voraussichtlich wegen Totschlags und "schlimmer Fahrlässigkeit" angeklagt, weil er dem Star die Medikamente verabreichte und verschrieb, die ihn letztlich töteten.
Die Polizei von Los Angeles wird den Fall in den kommenden Tagen erwartungsgemäß an die Staatsanwaltschaft übergeben, damit der Prozess vor einer so genannten 'Grand Jury' beginnen kann.
Dr. Conrad Murray hatte im vergangenen Jahr bereits eingeräumt, dem 'King of Pop' nur Stunden vor seinem Tod das starke Anästhetikum zusammen mit anderen Medikamenten gespritzt zu haben. Der offizielle Bericht des Gerichtsmediziners hatte seinerzeit von "Mord" durch "akute Propofolvergiftung" gesprochen, bislang war jedoch niemand deswegen angeklagt worden.
Letzte Woche wurde bekannt, dass die Ermittler jetzt vorhaben, Murray den Prozess zu machen. Ein Insider der Polizei verriet gegenüber dem US-Sender 'Fox News', die Staatsanwälte seien sich noch nicht einig, ob sie dem Arzt unbeabsichtigten Totschlag oder ein ernsteres Vergehen vorwerfen. Der Alleswisser betonte, es werde gerade ein Bericht zusammengestellt, der dem Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles in den nächsten Wochen vorgelegt werden soll.
Doch was auch immer in der Anklageschrift stehen wird, muss sich Murray in jedem Fall gegen den Vorwurf verteidigen, "grob fahrlässig" gehandelt zu haben.
Murrays Pressesprecher hat bereits geleugnet, dass der Arzt etwas mit Jacksons Tod zu tun haben könnte, bekräftigte aber, dass dessen Anwälte "auf alles vorbereitet" seien.
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Michael Jacksons Leibarzt hat auch einen neuen Anwalt, J. Michael Flanagan, angeheuert. Der Jurist ist dafür bekannt, einen Freispruch für eine Krankenschwester erwirkt zu haben, die des unbeabsichtigten Totschlags wegen zu hoher Propofol-Dosierung angeklagt worden war.