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23.01.2008GLAMOUR - ODER 'BLIN BLIN'?

Carla Bruni dementiert Hochzeit mit Nicolas Sarkozy: 'Noch nicht'

Die Freundin des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Carla Bruni, hat am heutigen Dienstag die Spekulationen um ihre Heirat mit dem Präsidenten beendet: Es habe keine geheime Blitzhochzeit im Elysée-Palast gegeben. Bruni werde Sarkozy auch nicht auf seinem Staatsbesuch nach Indien am Wochenende begleiten. Mit ihrem aktuellen Interview hat Bruni das Liebesleben von Monsieur Le Président erneut in die Schlagzeilen gebracht - was Sarkozys Beliebtheit weiter drücken dürfte.

In einem Interview mit der Online-Ausgabe der französischen Tageszeitung „Liberatión" dementierte die Sängerin die Heiratsgerüchte. Obwohl es zu ihren „gemeinsamen Projekten gehöre", habe sich das bekannteste Liebenspaar Frankreichs „noch nicht" das Ja-Wort gegeben. Ihren „beleidigten Freunden" hatte Bruni bereits vergangene Woche per Sammel-SMS  mitgeteilt, dass es sich bei der Hochzeitsmeldung um eine Ente handelte, vertraute sie der „Liberatión" an. Mit dem offiziellen Dementi ließen sich „Sarkobruni" mehr Zeit: Die falsche Heiratsmeldung war bereits am 10. Januar in der „L'Est Républicain" erschienen.

Carla Bruni-Sarkozy
15 Bilder

In dem Interview erklärte Bruni weiterhin, sie werde den Präsidenten nicht auf seinem zweitätigen Staatsbesuch nach Indien begleiten. Sie bedauerte Ihre Absage, aber solange sie nicht verheiratet seien, könne sie als Freundin nicht an einer offiziellen Reise des Präsidenten teilnehmen. Da dürften die Protokollexperten in Delhi aufatmen: Brunis mögliche Anwesenheit bei dem Staatsbesuch hatte den Diplomaten im Vorhinein einiges an Kopfschmerzen bereitet. Indien ist in offiziellen Angelegenheiten stark protokollgebunden und bisher gibt es keine Regelung, welchen Status die Freundin eines Regierungschefs innehat.

Als persönliche Gründe, wieso sie auf die Indienreise verzichte, führte Bruni die Arbeiten an ihrem neuen Album an. Außerdem sei der lange Flug auch „für die Gesundheit nicht gut" sagte Bruni der „Liberatión" und schürt damit das Pariser Gerücht, sie sei schwanger: In ihrer Zeit als Topmodel hatte sie das Jetset-Leben zwischen Mailand, Paris und New York schließlich nicht gestört.

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Langsam reagieren die Franzosen genervt auf die andauernden Schlagzeilen über das Privatleben ihres Präsidenten: "Es ist ein wahrer 'Sarkonami', eine Flutwelle die alles fortschwemmt, man ertrinkt schier in seinen Auftritten", mokiert sich die katholische Zeitung La Croix: "Bald brauchen wir nur noch drei Fernsehshows täglich: Sarko-Morgen, Sarko-Mittag, Sarko-Abend."

Der Unmut der Zuschauer der „Sarko-Soap" zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen: In den letzten zwei Monaten hat der Präsiden drastische zehn Prozent auf der Beliebtheitsskala verloren, zeigt eine Erhebung des Umfrageinstitutes BVA. In einer OpinionWay-Umfrage war die Mehrheit (51 Prozent) gar zum ersten Mal seit Sarkozys Amtsantritt unzufrieden mit der Amtsführung des Präsidenten. Der Grund für Sarkozys freien Fall in den Meinungsumfragen liegt neben unerfüllten Wirtschaftsversprechungen auch am negativen „Bruni-Effekt", meinen Medienforscher.

Sarkozy zeigt sich von der Kritik bisher wenig beeindruckt: "Ich lebe mein Leben, die Kommentare der anderen sind mir schnurzegal. Die Leute hatten sich während der vergangenen zwölf Jahre daran gewöhnt im Elysée Opa und Oma zu sehen. Ich habe einen neuen Stil. Daran wird sich alle Welt anpassen müssen. Jetzt haben die Franzosen einen richtigen Kerl im Elysée, der was zwischen den Beinen hat und es auch benutzt." (rkr)

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