Wer sich ein weniger glamouröses Bild von Laufsteg-Star Heidi Klum (35) machen will, sollte einen Kurztrip nach Berlin unternehmen: Dort ehrt Star-Fotograf Russell James (48) die weltberühmte Blondine aus Bergisch-Gladbach mit einer begehbaren Bildstrecke. Darin ist das Topmodel kaum bekleidet und mit Dreck beschmiert zu begutachten.
Der Australier hat Klum mit verdrecktem Körper und verfilzten Haaren in rebellischer Pose abgelichtet. In den Bildern aus der Serie 'Nomad. Two Worlds' ist die Werbe-Ikone von oben bis unten mit Schlamm beschmiert. Gezeigt wird die denkwürdige Schau in der Berliner Galerie Camera Work ab dem morgigen Samstag bis einschließlich 6. Juni in der Kantstraße 149.
Heidi Klum
Im Gespräch mit der 'B.Z.' verrät James, dass die TV-Drillinspektorin aus 'Germany's Next Topmodel' anfangs gar nicht begeistert war von der Idee, sich im Sand zu wälzen: "Heidi ist so: 'Bist du irre, Rusty? Du willst, dass ich mich im Schlamm wälze?' Sie überlegt dann kurz, zuckt mit den Schultern und sagt: 'Na gut, dann mach ich's halt.' Sie ist Profi".
Erschwerend mag hinzugekommen sein, dass die großen Stars alle Schlange stehen, um von dem Promiknipser abgelichtet zu werden, für die Berliner Ausstellung räkelten sich auch Gisele Bündchen und Scarlett Johansson vor James' Kamera. Einen eindeutigen Unterschied zu professionellen Models hat der Australier bei der Zusammenarbeit mit Hollywood-Größen jedoch bemerkt: "Sie wollen genaue Anweisungen und immer hören, wie toll sie aussehen." Daher habe er mit ihnen auch deutlich mehr Arbeit.
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Zum Fotografen wurde Russell James allerdings eher durch Zufall. Der Auslöser ergab sich, als er bei der Polizei jobbte: "Wir machten Überwachungsfotos von Gangstern. Und ich sagte immer nur: Wow, was für ein cooles Foto!" Mit derselben Leidenschaft lichtet der einstige Personenschützer und Hundetrainer jetzt nicht mehr kriminelle Visagen, sondern Topstars ab. Doch auch sie kommen bei ihm in reichlich rebellisch anmutender Pose daher. (mso)