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20.11.2006Hans Haacke

Grosse Retrospektive in Berlin und Hamburg

In Berlin und Hamburg widmet sich eine Retrospektive dem bekannten Künstler und Provokateur Hans Haacke. Als Enfant terrible des Kunstbetriebs ist der 70-jährige Haacke vor allem für politisch motivierte, provokative Installationen...

In Berlin und Hamburg widmet sich eine Retrospektive dem bekannten Künstler und Provokateur Hans Haacke. Als Enfant terrible des Kunstbetriebs ist der 70-jährige Haacke vor allem für politisch motivierte, provokative Installationen bekannt.

Die Retrospektive zeigt aber auch eine andere Seite des Künstlers. Die Installation wie „Wide White Flow“ von 1967, einem weißen Tuch, das sich in sanften Wellen hebt und senkt, zeigt Haacke auch als poetisches Talent. Die Installation kann in den Hamburger Deichtorhallen bestaunt werden.

Doch auch seine politischen Werke werden dem Zuschauer nicht vorenthalten. Während die politisch provokativen Werke eher in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz ausgestellt sind, werden in den Hamburger Deichtorhallen vermehrt seine frühen, wirtschaftlich-soziologischen Arbeiten gezeigt.

„Ich will Auseinandersetzung, nicht Verehrung“ hatte Hans Haacke erst kürzlich erneut betont. „Mir ist wichtig, dass meine Arbeit von Betrachtern, die sich darauf einlassen, verstanden wird.“ Der Aspekt des Verstehens bringt dem Künstler jedoch auch Kritik ein. Seine Werke werden oft als Verstandesarbeiten bezeichnet, in denen man die sinnlich wirkende Kunst vermisse.

Auf der Retrospektive „Hans Haacke. wirklich – Werke 1959 – 2006“ kann sich nun der Besucher selbst ein Bild seine Werke machen. Sie präsentiert einen umfassenden Überblick über die Arbeiten des in New York lebenden Konzeptkünstlers. (jul)

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