Jetzt wissen alle, wen die 50-Jährige Queen of Pop im November nicht wählen wird. Zum Auftakt von Madonnas 'Sticky and Sweet'-Tour in Cardiff provozierte der Star mal wieder, indem die Sängerin den US-Präsidentschaftskandidaten John McCain quasi mit Adolf Hilter und Robert Mugave gleichstellte. McCains Sprecher Tucker Bounds bezeichnete den Vergleich als "abscheulich“. Die Äußerung beweise, dass Obama-Unterstützer unter den Prominenten weltweit vor keiner Verleumdung zurückschrecke.
In einer Videosequenz während der Show stellte die Madonna den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner McCain mit Hitler in eine Reihe. Während des zweistündigen Auftritts waren in der Videoabfolge neben Bildern von Krieg und Umweltzerstörung auch Aufnahmen von Hilter, dem simbabwischen Präsidenten Mugabe und McCain zu sehen.
McCain-Kontrahent Barack Obama hingegen kam bei Madonnas Vergleichen wesentlich schmeichelhafter weg. Der Kandidat der Demokarten war im Zusammenhang mit Lichtgestalten wie John Lennon, Mahatma Gandhi und Al Gore zu sehen. Gore ist Friedennobelpreisträger und war Bill Clintons Vizepräsident. Im Jahr 2000 kandidierte er für die Demokraten gegen US-Präsident George W. Bush.
Egal ob Madonna-Fan oder nicht, egal ob Anhänger der Demokraten oder der Republikaner, der Vergleich erscheint vielen als nicht angebracht. Zwar könnte das Statement der Pop-Diva als Übertreibung zur Verdeutlichung der folgenden Aussage gedeutet werden: Die Republikaner haben einen Krieg begonnen, sie haben viele Menschen getötet, und in puncto Umwelt müssen sie sehr viel nachholen.
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Neben einer Rufschädigung McCains birgt der Vergleich des größten Verbrechers der Menschheit mit dem Republikaner auf der anderen Seite jedoch auch die Gefahr der Verharmlosung Hitlers. Und könte letztlich auch für Barack Oabam eher schädigend als fördernd wirken. (ago)