Amy Winehouse räumt bei den Grammys ab: Gleich fünf der Trophäen hat die Skandalsängerin gestern verliehen bekommen. Amy nahm an der Veranstaltung nicht teil und war nur kurz per Satellit zugeschaltet – die USA hatten ihr unter anderem wegen ihres Drogenkonsums die Einreise verweigert.
Die 24-Jährige Londonerin wurde bei der Gala besonders für ihr Album „Back to Black" und die Hitsingle „Rehab" geehrt. „Back to Black" hielten Juroren für das beste Pop-Album und die „CD des Jahres". „Rehab" bekam den Grammy für den „Song des Jahres". Weitere Grammys bekam die Sängerin für ihren Gesang bei „Rehab" und als „Beste neue Künstlerin". Damit konnte die Sängerin die Grammys in fünf der sechs wichtigen Sparten mit nach Hause nehmen. Lediglich eine Königsdisziplin, die Auszeichnung für das „Album des Jahres" schnappte ihr der Pianist und Jazz-Musiker Herbie Hancock weg.
Amy Winehouse
Via Satellit war Winehouse aus einem Londoner Nachtclub der Verleihung zugeschaltet. Die Sängerin war sichtlich verblüfft und widmete ihre Grammys ihrem Mann Blake Fielder-Civil, der derzeit im Gefängnis sitzt und auf seinen Prozess wartet: "meinem eingekerkerten Blake und London, das ist für London". Danach sang Amy live eine Art Medley aus „You Know I'm No Good" and "Rehab".
Erst in allerletzter Minute hatte die US-Einreisebehörde ihre Entscheidung geändert und Winehouse am vergangenen Freitag ein Visum ausgestellt. Die Sängerin sagte die Teilnahme an der Veranstaltung aus „zeitlichen" und „logistischen" Gründen dennoch ab. Ein Sprecher Winehouse erklärte: "Nach weiteren Gesprächen mit der US-Botschaft in London und den Beamten in der USA konnten wir doch ein Visum für Amy bewirken. Leider konnten wir dann doch nicht das Entgegenkommen annehmen, da wir nun mit zeitlichen und logistischen Problemen konfrontiert wurden. Amy kann leider nicht an der Grammy-Verleihung persönlich teilnehmen. Doch wir freuen uns dennoch auf die Verleihung und die Verbindung via Satellit in die USA."
Aufgrund ihrer Drogenprobleme hatten die USA sich zuerst geweigert, der Künstlerin ein Visum auszustellen. Normalerweise brauchen britische Staatsbürger kein Visum zur Einreise in die USA. Eine Ausnahmeregelung gilt für alle, die bereits einmal Probleme mit der Justiz hatten - so wie Winehouse. (rkr)