Das epub-Format entwickelt sich immer mehr zum Standard Format von eBooks: Nachdem Sony seine Bücher im Online Shop als epub-Dateien anbietet, zieht nun auch Google Books nach. Amazons proprietäres azw-Format könnte bald vor dem Aus stehen.
Langsam aber sicher wird die Luft für Amazon dünn. Mit seinem proprietären azw-Format für eBooks auf dem Kindle steht der Marktführer alleine da. Nachdem Sony vor kurzem angekündigt hatte, im hauseigenen Online Shop eBooks im für jeden User offenen epub-Format anzubieten, zieht Google Books jetzt nach.
Google stellt Millionen Bücher, die für den Online Dienst Google Books bereits digitalisiert worden waren und deren Copyright abgelaufen ist, von nun an im offenen ePub-Format zur Verfügung. Bisher waren die Klassiker, deren Autoren in der Regel vor über 70 Jahren verstorben sein müssen, nur im Adobe pdf-Format erhältlich.
Dabei stellte sich jedoch das Problem, dass eBook Reader abhängig von der jeweiligen Bildschirmgröße die pdf-Dateien nicht anständig darstellen konnten. pdf-Dateien digitalisieren in der Regel eine DIN-A4 Seite. Auch wenn der Bildschirm des eBook Readers kleiner ist, eine Größenanpassung der pdf-Datei ist nicht möglich.
Das ist bei Dateien im epub-Format anders: Die Laufbreite des Textes wird automatisch an die Bildschirmgröße angepasst, das Original-Layout des Buches bleibt auch bei der Darstellung auf dem eBook Lesegerät erhalten.
Während sich Sony und zahlreiche weitere eBook Reader Hersteller des offenen epub-Formats bedienen, das langsam aber sicher zum Standardformat für eBooks wird, setzt Amazon weiter auf das proprietäre azw-Format für das Lesen auf dem Kindle - und isoliert sich damit selbst. (cai)
Quelle: http://www.ebookreader-vergleich.de