Die neue Recyclinganlage auf der Raumstation ISS, die Urin, Schweiß und kondensierte Atemluft in Trinkwasser umwandeln soll, funktionert nicht. Die Maschine lief zwar nach einer Reparatur in der Nacht länger, als bei den vorherigen Testläufen, doch habe sich die Wasseraufbereitungsanlage wieder selbständig abgeschaltet, berichteten US-Medien, und beriefen sich dabei auf die US-Raumfahrtbehörde NASA.
Nach Angaben der NASA hatte sich das Gerät zweimal selbst abgeschaltet. Dies könne daran liegen, dass eine Zentrifuge an einem Destillationsteil der Anlage nicht richtig funktioniere. Experten der Bodenzentrale in Houston, Texas, meinten, dass es sich auch um ein Sensorenproblem handeln könne, welches in den kommenden Tagen behoben würde.
Über die Wasseraufbereitungsanlage sollte die ISS von einer Versorung von der Erde aus unabhängiger sein. Die NASA gab an, dass die auf 15 Tage angesetzte Mission der 'Endeavour' auch um einen Tag verlängert werde, falls dies nötig sei. Die mit dem Spaceshuttle angereisten Astronauten arbeiten derzeit an der Erweiterung der ISS.
In Zukunft soll die Raumstation sechs anstatt wie bisher drei Langzeitbewohnern eine Unterkunft bieten. Das Shuttle war aus diesem Grund unter anderem mit der Wasseraufbereitungsanlage sowie Fertigbauteilen, einer extra Toilette und Einrichtungsgegenständen für zwei weitere Schlafräume angereist.
Heute werden am dritten von insgesamt vier Außenbordeinsätzen die Reparaturarbeiten am defekten Drehgelenk eines Sonnensegels durch die beiden Astronauten Heidemarie Sefanyshyn-Piper und Steve Bowen beendet. (lkl)