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21.12.2007ÄRGER UM NUTZERDATEN

StudiVZ bemüht sich nach Imagepleite um Schadensbegrenzung

Mit personalisierter Werbung wollte die erfolgreiche Internetplattform StudiVZ endlich Geld verdienen. Doch Mitglieder und Datenschützer laufen Sturm. Nach heftigen Protesten gegen seine neuen Geschäftsbedingungen bemüht sich das Studentennetzwerk nun verzweifelt um Schadensbegrenzung.

Ab Januar will StudiVZ nutzerbezogene Werbung schalten und dafür persönliche Daten verwenden. Vergangene Woche schickte die Firma die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) per E-Mail an die Nutzer. Wer den AGB nicht bis zum 9. Januar zustimmt, erhält keinen Zugang zu dem Dienst.

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Nach ersten Protesten erklärte nun StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Riecke, dass es einige „Missverständnisse" um die Änderung der Konditionen gegeben habe. So sei der Verkauf persönlicher Daten an andere Unternehmen nie beabsichtigt gewesen. Riecke betonte, dass Mitglieder zielgerichtete Werbung und damit auch die Verwendung personenbezogener Daten über eine so genannte Opt-Out-Funktion verhindern könnten.

Allerdings wollte es sich StudiVZ ursprünglich mit den neuen AGB ermöglichen, den Mitgliedern Werbung per SMS oder Instant Messenger zu schicken. Wegen zahlreicher Beschwerden ruderte StudiVZ in diesem Punkt jedoch zurück und kippte den Passus.

Denn nach Bekanntgabe der AGB hatten zahlreiche Mitglieder Fotos und Informationen von StudiVZ entfernt und ihre Profile anonymisiert. Außerdem bezeichneten eine ganze Reihe von Nutzern die Betreiber in Diskussionsgruppen als „StasiVZ". Zudem kündigten etliche Mitglieder an, mit Ablauf der Zustimmungsfrist ihr Profil zu löschen.

StudiVZ und SchülerVZ sind mit ihren gut sechs Millionen Nutzer ein enormes Kapital für die Betreiber. Doch bislang können sie die Milliarden Klicks noch nicht in bare Münze verwandeln. Seit der Übernahme von StudiVZ durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck hat sich das Management fast ausschließlich darauf konzentriert, den gewaltigen Zustrom an Mitgliedern zu bewältigen.

Nun soll ein ordentliches Geschäftsmodell entwickelt werden. Dazu sollte auch die Einführung personalisierter Werbung gehören. Doch nach den heftigen Protesten durch Nutzer und Datenschützer will StudiVZ jetzt nur noch „Werbung anhand von Alter, Geschlecht, Studienfach und Studienort sortieren." Auch gibt es durch die Opt-Out-Funktion eine Art versteckte Ausstiegklausel. Zwar müsse man vorerst den AGB zustimmen, können aber nachträglich in seinem Profil die Weitergabe der Daten untersagen.

Sicherlich war es jedoch in keinem Fall nur eine „juristisch unglückliche Formulierung", wie Riecke sich zu einigen Paragraphen der AGB äußerte. Auch werden wohl auf die Vermarktung nach Alter, Geschlecht, Studienfach und Studienort früher oder später weitere Kriterien folgen. (dl)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (1)
Verena Herzig (03.04.2008 01:38)

Warum ist StudiVz über Nacht in "Kaffeepause"??????

Es wäre wirklich super, wenn man wie es war, rund um die Uhr auf seine Seite bei Studi gehen könnte...........
Ehrlich gesagt ist das ein sehr gr0ßen Problem, da sehr viele Nachts eventuell auch einfach alles "checken" möchten leider bei euch nicht drin!!!!!!!!