01_aktion_300x300
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteLooksMaterialsBOOM DER DIGITALEN WIRTSCHAFT

20.02.2008BOOM DER DIGITALEN WIRTSCHAFT

Nachrichtenportale in Deutschland immer beliebter

Nachrichtenportale im Internet werden immer beliebter. Sie haben 2007 erneut deutlich an Lesern gewonnen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung, die der Hightech-Verband BITKOM vorgelegt hat. Demnach wurden die zwanzig meistgenutzten News-Portale 3,8 Milliarden Mal besucht. Im zweiten Jahr in Folge konnten sie ihre Resonanz um durchschnittlich 19 Prozent steigern. 2006 lag der Wert noch bei 3,2 Milliarden, 2005 bei 2,7 Milliarden.

„Immer mehr Menschen lesen tagesaktuelle Informationen und Berichte im Web", unterstreicht Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. „Das Internet hat sich als vierte Nachrichtenquelle neben Zeitungen, Radio und TV etabliert." Besonders erfolgreich entwickeln sich dabei die Internet-Angebote renommierter Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehsender.
 
Bei der Nutzung von News-Portalen liegen die Deutschen europaweit genau im Mittelfeld: Mit 21 Prozent der Bevölkerung (16 bis 74 Jahre) entspricht der Wert dem Durchschnitt in der erweiterten EU. Spitzenreiter sind die Esten und Finnen - jeder zweite liest Nachrichten im Netz. In Rumänien (9 Prozent) und Irland (10 Prozent) werden News-Portale von den wenigsten Bürgern genutzt. Die Besucherzahlen sind aber in fast allen EU-Staaten in den vergangenen Jahren gestiegen.

Getragen wird der Boom nicht nur von den thematisch breit aufgestellten Nachrichtenseiten der bundesweiten Tages- und Wirtschaftspresse. In den Top 20 finden sich inzwischen auch Angebote, die sich auf einzelne Themen wie Sport oder Computer konzentrieren. Hinzu kommen Seiten von Regionalzeitungen, die in ihrem Einzugsbereich so stark sind, dass es für eine Platzierung in den deutschen Top 20 reicht. Eines haben all diese Portale gemein: Sie sind frei zugänglich. Ein Abo ist nicht nötig. Stattdessen finanzieren sie sich in erster Linie über Werbung.

Die größten Anbieter arbeiten dabei bereits durchaus profitabel. Branchenführer Spiegel Online (500 Millionen Page Impressions im Monat) setzt im Jahr 20 Millionen Euro um, rund 2 Millionen bleiben dabei als Gewinn übrig. Viele Verlage und TV-Sender wie N24 investieren daher wieder verstärkt in den Ausbau ihrer Nachrichtenangebote im Internet, in dem Bewußtsein, dass das Eis für ihre traditionellen Erlösbringer im Printgeschäft immer dünner wird, je stärker der Markt mit Online-Werbung wächst.

Zur Methodik: Nachrichten-Portale wurden als Angebote definiert, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten. Die BITKOM-Erhebung zur Anzahl der Besuche berücksichtigt sämtliche Seiten, die sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) prüfen lassen. Grundlage für die prozentualen Angaben zur Nutzung von News-Portalen sind Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. (mso)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)