Wie die amerikanische 'National Aeronautic and Space Administration' (NASA) am Montag bekannt gegeben hat, stellen die USA und Japan eine kostenlose 3D-Ansicht der Erdoberfläche zur Verfügung. Es handelt sich dabei um die bislang vollständigste Weltkarte überhaupt. Die Bilder sollen Politik und Forschung zugute kommen.
Ungefähr 1,3 Millionen Bilder ergänzen sich zu einer Karte, die mehr Erdoberfläche abdeckt als jede andere zuvor. 99 Prozent der Erde sind digitalisiert; dies übersteigt das letzte Projekt mit einer Shuttle-Mission, das nur 80 Prozent der Erdoberfläche abdeckte. Die Karte umfasst das gesamte Gebiet zwischen 83 Grad südlicher und nördlicher Breite.
Darüber hinaus fließen Daten von Höhenmessungen durch den Satelliten in die Darstellung ein, sodass sich ein plastisches 3D-Bild der Erde ergibt. Die Auflösung beträgt bis zu 30 Metern in der Vertikalen und bis zu 15 Metern in der Horizontalen.
Daten für die Karte hat die US-Weltraumbehörde in Zusammenarbeit mit dem japanischen Handelsministerium 'Ministry of Economy, Trade and Industry' (METI) gesammelt und ausgewertet. Die Bilder sollen für geographische und ökologische Forschungen sowie für staatliche Planungs- und Überwachungsarbeiten eingesetzt werden. Die Karte ist aber für jeden frei im Netz zum Herunterladen verfügbar.
Japanische Messgeräte ('Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer', kurz 'Aster'), auf dem NASA-Satelliten "Terra" installiert, sandten die erforderlichen Daten zur Erde. METI und NASA sind Mitarbeiter einer Arbeitsgruppe für Erdbeobachtungen, die der 'World Meteorological Organization' ('WMO') in der Schweiz angehört.
Verwandte Artikel
'heise online' jedoch zeigte sich wenig begeistert von der neuveröffentlichten Weltkarte. Die Anmeldung für den kostenlosen Download erfordere "kryptische Prozeduren", die Auflösung der Bilder sei niedriger und weniger detailreich als etwa Angebote von 'Google' oder 'Bing Maps'. (nhe)