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19.10.2009SUCHE NACH WASSER

NASA: Mond-Bombardement erfolgreich - Messwerte von "hoher Qualität"

Der kontrollierte Absturz der ausgebrannten "Centaur"-Raketenstufe und der NASA-Sonde "LCROSS" auf den Cabeus-Krater in der Nähe des Mond-Südpols vor zehn Tagen war für NASA-Forscher ein Erfolg. Die erwartete, zehn Kilometer hohe Staubsäule, die aufwirbeln sollte, blieb zwar aus, jedoch veröffentlichte die US-amerikanische Weltraumbehörde nun erste Bilder einer anderthalb Kilometer hohen Staubwolke.

Die Bilder hatte einerseits die NASA-Sonde "LCROSS" noch vor ihrem eigenen Einschlag an die Erde geschickt. Sie zeigen den Aufprall der zwei Tonnen schweren Raketenstufe "Centaur". Der Einschlagkrater war mit einer Auflösung von weniger als zwei Metern zu erkennen. Demnach beträgt der Durchmesser dieses Kraters etwa 28 Meter. Die Mondsonde "LRO" lieferte hingegen weitere Bilder, aufgenommen 90 Sekunden nach dem Einschlag beider Objekte.

Die NASA zeigte sich trotz kleinerer Staubsäule zufrieden und gab an, die 79 Millionen Dollar (umgerechnet 53 Millionen Euro) teure Mission sei planmäßig verlaufen. Missionschef Anthony Colaprete erklärte: "Wir waren wie von den Socken gerissen von den Daten." Die gesammelten Messwerte seien von "sehr hoher Qualität". "Das Team ist mit der Auswertung beschäftigt."

Colaprete war optimistisch: "Es gibt deutliche Hinweise auf eine Wolke aus Dampf und feinem Staub. Wenn man die Messungen mit den Vorhersagen vergleicht, liegt die Helligkeit des aufgewirbelten Materials eher am unteren Ende unserer Erwartungen, doch das könnte ein Hinweis auf das Material sein, in das die Centaur-Rakete eingeschlagen ist."

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Mit dem Experiment wollte die NASA Wasser auf dem Mond nachweisen. Die Forscher vermuteten weit unten in den Kratern der Mondpole tiefgefrorenes Wasser. Dort sollen Temperaturen bis zu minus 240 Grad herrschen. Die "Centaur"-Raketenstufe sollte mit 9.000 Stundenkilometern auf dem Mond aufschlagen und 350 Tonnen Mondboden aus dem Krater schleudern. Die aufgewirbelte Staubwolke sollte dann von der nachfolgenden "LCROSS"-Sonde auf die Zusammensetzung analysiert werden. Die Auswertung der Daten wird wohl noch einige Wochen in Anspruch nehmen, so Colaprete. (mme)

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