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Hacker dringen ins Weiße Haus ein: Spuren führen nach China

07.11.2008SPEKTAKULÄRER COUP

Hacker dringen ins Weiße Haus ein: Spuren führen nach China

Nach Angaben der 'Financial Times' sind Computer-Hacker mehrfach in das Netzwerk des Weißen Hauses eingedrungen. Dabei sollen die Eindringlinge auch kurzzeitig die Rechner von hohen Regierungsvertretern und Beamten ausspioniert haben. Die Spuren führen nach Peking.

Die Eindringlinge aus dem Cyberspace operierten vermutlich von China aus. Das teilte die Financial Times am heutigen Tag mit. Amerikanische Sicherheitsexperten vermuten, dass konkret die chinesische Regierung hinter den Angriffen steckt. „Wir bekommen sehr gezielt chinesische Attacken, es erscheint daher kaum glaubhaft, dass sie nicht von Organisationen gesteuert werden, die mit der Regierung im Zusammenhang stehen", so ein US-Sicherheitsfachmann.

Die Hacker konnten für kurze Zeit die Sicherheitsbarrieren auch besser geschützter Rechner überwinden und auf die Emails ranghoher Beamter in der Washingtoner Machtzentrale zurückgreifen. Das streng geheime Netzwerk des Weißen Hauses sei von diesem virtuellen Angriff aber nicht betroffen, so ein unbekannter hoher US-Beamter. Die National Cyber Investigative Joint Task Force, die zur Abwehr von Hacker-Attacken im Jahr 2007 gegründet worden war, entdeckte die Angriffe.

Bereits während des amerikanischen Wahlkampfes hatten das Secret Service und das FBI Fälle von Datenklau aufgedeckt. Auch hier führten die Spuren in Richtung China. Die Zeitung „Newsweek" berichtet, dass sich während der Hochphase der Wahlkampfes Unbekannte in die Computersysteme der Wahlkampfteams beider Präsidentschaftsanwärter eingehackt hatten. Es gelang, eine größere Datenmenge mit Informationen über die Wahlkampagnen downzuloaden. Laut US-Sicherheitsbehörden wollten die unsichtbaren Invasoren Informationen über die genauen Ziele und die geplante Politik der jeweiligen Kandidaten erhalten.

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Die Angriffe vom Cyberspace aus dem Reich der Mitte auf die Weltmacht USA häufen sich. Bereits im vergangenen Jahr erfolgte ein Angriff auf das Computersystem des Pentagon. Dabei blieb laut Spiegel auch das Rechnersystem des Büros von Verteidigungsminister Robert Gates nicht verschont. Auch Deutschland wurde im Jahr 2007 Opfer eines Cyber-Angriffes - vermutlich aus China. Damals hatte die chinesische Regierung ein konsequentes Durchgreifen gegen Online-Spionage versprochen. (sk)

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