Die Online-Community Facebook hat bei dem Versuch, sich in Deutschland zu etablieren, gute Fortschritte gemacht. Dies bestätigte Facebook-Mitbegründer Mark Zuckerberg bei einem Besuch in Berlin. Demnach sei die Mitgliederzahl in Deutschland seit dem Start der deutschsprachigen Version im Januar auf 1,2 Millionen gewachsen. Doch bis zum starken Konkurrenten StudiVZ ist es für Facebook noch ein weiter Weg – die mittlerweile zur Holtzbrinck-Gruppe gehörende Community kommt auf ganze 10 Millionen.
In der Technischen Universität Berlin sprach Zuckerberg über seine Erfahrungen als Firmenchef, und über den Status seiner Schöpfung Facebook in Deutschland. Stolz berichtete der erst 24-Jährige, der die Online-Community vor vier Jahren gegründet hatte, dass Facebook in Deutschland das derzeit am schnellsten wachsende Online-Medium sei. Über 1,2 Millionen Mitglieder hat das Portal mittlerweile, und damit die Nutzerzahlen in diesem Jahr verdoppelt.
Doch dabei soll es laut Zuckerberg nicht bleiben. Man wolle sich nicht länger nur auf Studenten konzentrieren, betonte der Facebook-Mitgründer. Ein Plan sei es, dem Konkurrenten StudiVZ den deutschen Markt streitig zu machen. Denn den 1,2 Millionen Mitgliedern von Facebook stehen über zehn Millionen Mitglieder bei StudiVZ und dessen Unter-Communities SchülerVZ und MeinVZ gegenüber. Bis dahin ist es also noch ein weiter Weg.
Während in Deutschland noch ein mächtiger Konkurrent den Platz an der Sonne verdeckt, ist Facebook international kaum beizukommen. Weltweit hat das in Harvard gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben über 66 Millionen Benutzer, ein Drittel davon in Europa. Mittlerweile beschäftigt Facebook über 700 Millionen, und erwartet für 2008 einen Umsatz von bis zu 350 Millionen Dollar.
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Und außerdem ist da noch die Sache mit den Plagiatsvorwürfen. Im Juli hatte Facebook den deutschen Rivalen des Plagiats bezichtigt, und war vor Gericht gezogen. Zuckerberg erklärte damals: „Große Teile von Facebook sind von StudiVZ einfach kopiert worden". StudiVZ hatte die Vorwürfe damals als haltlos zurückgewiesen und behauptet, die Klage sei nur ein Trick von Facebook, um sich auf dem deutschen Markt mehr Präsenz zu verschaffen. Wenn es nach Zuckerberg geht, soll nicht bis zum bitteren Ende vor Gericht gestritten werden. „Wir erhoffen uns eine schnelle Entscheidung auf freundschaftlichem Weg", ließ der Berlin-Besucher verlauten. (mre)