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25.07.2007Alexander Winokurow des Dopings überführt

Tour versinkt in Schande

Der Astana-Fahrer und Tour-Favorit Alexander Winokurow ist positiv auf Blutdoping getestet worden. Das Team Astana, bei dem auch Alexander Klöden mitfuhr, hat reagiert, und trat von der Tour de France zurück. Astana-Sprecherin...

Der Astana-Fahrer und Tour-Favorit Alexander Winokurow ist positiv auf Blutdoping getestet worden. Das Team Astana, bei dem auch Alexander Klöden mitfuhr, hat reagiert, und trat von der Tour de France zurück.

Astana-Sprecherin Corinne Druey erklärte am gestrigen Dienstag: „Alexander Winokurow wurde positiv auf eine Bluttransfusion getestet, und das Team verlässt die Tour.“ Mitorganisator der Tour de France, Patrice Clair, bezeichnete den Austritt des Astana-Teams als einzig mögliche Reaktion auf das Dopingvergehen von Winokurow. „Ich habe seit Jahren immer wieder gesagt, wir sind in einem gnadenlosen Kampf gegen Doping. Aber wir werden den Arm nicht senken und den Betrügern das Feld nicht überlassen“, so Clair.

Das Doping wurde bei Winokurow bei einem Test nach seinem Sieg beim Zeitfahren in Albi am vergangenen Samstag festgestellt, schrieb die französische Sportzeitung ‚L’Equipe’. Die Blutprobe des Astana-Fahrers enthielt zwei verschiedene Arten von roten Blutkörperchen was auf eine regelwidrige Bluttransfusion hinweist. Unterdessen steht noch das Ergebnis einer weiteren Blutprobe aus, die bei Winokurow am Montag nach seinem zweiten Etappensieg durchgeführt wurde.

T-Mobile-Fahrer Linus Gerdemann zeigte sich enttäuscht vom Doping des Kasachen. „Das einzig Tröstliche daran ist, dass es beweist, dass die Kontrollen funktionieren“, so Gerdemann. Sichtlich schockiert war der Schotte David Millar, den das Doping Winokurows so stark mitnahm, dass er in Tränen ausbrach. „Wenn das in unserer jetzigen Situation einem Fahrer dieses Formats passiert, ist der Radsport nicht mehr zu retten“, schluchzte Millar.

Der auf Doping positiv getestete Winokurow stellt momentan den traurigen Höhepunkt in der ohnehin schon von Dopingsündern belasteten 94. Tour de France dar. Erst vergangene Woche musste Patrik Sinkewitz starke Kritik aufgrund eines bei ihm festgestellten Dopings einstecken. Der momentan führende der Tour de France, der Däne Michael Rasmussen, steht unterdessen weiter in der Kritik in der Vergangenheit Doping zu sich genommen zu haben. Ihm wird vorgeworfen, vor der Tour mehrfach seine Meldepflicht für unangemeldete Dopingtests verletzt zu haben. (mb)

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