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22.07.2009FAMILIE DURCHLEBTE SCHRECKSEKUNDEN

Jens Voigt entschuldigt sich nach dem Crash bei seiner Frau

Rad-Star Jens Voigt ist nach dem gestrigen Horrorcrash bei der Tour de France den Umständen entsprechend wieder wohlauf - und hat sich als erstes bei seiner Familie entschuldigt.

Er ist verletzt, aber er denkt erst an die anderen: Saxobank-Teammitglied Jens Voigt (37) hat sich bei seiner Frau dafür entschuldigt, ihr einen Schrecken eingejagt zu haben.

Egon Voigt, Vater des Profisportlers, erklärte am heutigen Mittwoch gegenüber dem Radiosender 'Hitradio Antenne': "Seine Frau hatte mit ihm gesprochen. Und da hat er schon gesagt, das tut ihm leid, dass er uns allen so einen Schrecken eingejagt hat. Er hat schon ein schlechtes Gewissen sozusagen."

Bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h war der Berliner gestern 25 Kilometer vor dem Ziel frontal mit dem Gesicht auf dem Asphalt gelandet, 30 Meter weitergerutscht und erstmal drei bis vier Minuten bewußtlos gewesen. Die ärztliche Diagnose lautet nun auf schwere Abschürfungen, ein gebrochenes Jochbein, und Gehirnerschütterung, doch es hätte viel schlimmer kommen können: Tour-Arzt Xavier Roy betont, dass nur der Helm faktisch Voigts Leben gerettet habe.

Besonders dramatisch für die Familie des Radrennfahrers war, dass sie seinen Sturz live am Bildschirm mitverfolgen mussten, ohne nähere Infos zu seinem Gesundheitszustand zu haben - wie weitere Millionen Zuschauer auch. Ehefrau Stephanie erlebte das Drama sogar im Rahmen eines Kindergeburtstags, was die Sache nicht gerade einfacher machte.

Im Gespräch mit der 'Bild'-Zeitung beschreibt die Fahrergattin das erschreckende Erlebnis wie folgt: „Ich habe den Sturz erstmals in Zeitlupe gesehen. Das war ganz schlimm. Mir ist ganz übel und schlecht gewesen. Ich habe sofort das Radio angemacht, bin ins Internet um Informationen zu bekommen. Zum Glück rief mich Teamchef Kim Andersen an und sagte mir, dass Jens bei Bewusstsein ist. Ich hoffe, dass im Krankenhaus keine schlimmen Verletzungen festgestellt werden."

Auch die Eltern des Radstars mussten dem Crash vor dem heimischen Fernseher beiwohnen. Vater Egon resümiert: "Wir waren am Boden zerstört." Mitfühlende Worte kamen derweil von dem sich als fairer Verlierer erweisende US-Champion Lance Armstrong. Per Twitter schrieb der Texaner: "Ich habe gerade von Franck Schleck gehört, dass Jens ok ist. Das sind gute Neuigkeiten!" (mso)

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