Beim Internetwunder und alternden Gesangstalent Susan Boyle begann mit ihrer unerwarteten Niederlage bei der britischen Show „Britain’s got talent“ das Erwachen aus dem Medien-Schlaf. Denn die anstrengenden Wochen im Rampenlicht forderten nun ihren Tribut. Die schottische Hausfrau ist am Wochenende ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Die begabte 48-jährige Amateursängerin unterlag trotz ihrer Favoritenposition am Samstagabend vor mehr als 19 Millionen TV-Zuschauern der elfköpfigen Tanzgruppe Diversity, die sich über ihrern Gewinn von 100.000 Pfund (rund 114.000 Euro) freuen dürfen - und zusätzlich einen Auftritt vor Queen Elizabeth II. bei der königlichen Royal Variety haben.
Einer der drei TV-Juroren, Piers Morgan, drückte am besten aus, was danach folgte: „Sie ist erschöpft und emotional ausgelaugt." Nachdem sie bei der BBC-Show mit zwanzig Prozent der Stimmen nur den zweiten Platz belegte, endete der Sonntagabend für die bekennende Jungfrau in einem Krankenwagen. Dieser brachte sie mit Blaulicht schnellstmöglich zu einem Arzt.
Wie das englische Boulevardblatte „Sun" mitteilte, ist die 48-Jährige in eine renommierte psychiatrische Klinik in London eingeliefert worden. „Sie braucht erst mal ein paar Tage, um sich zu erholen", gab ein Sprecher der Sendung bekannt.
Wie anderen britische Medien berichten, habe Boyle hinter Bühne wild 'Ich hasse diese Show' geschrien und ein Glas Wasser nach einem Helfer geworfen, der sie damit lediglich habe beruhigen wollen. Offensichtlich war der Druck der letzten Wochen zuviel für die Schottin.
"Das war verrückt, sie ist aus der Anonymität heraus die am meisten downgeloadete Frau der Geschichte geworden," versuchte Morgan sich dieses Verhalten im Frühstücksprogramm GMTV zu erklären. Wie ihre Produktionsfirma nun erklärte, habe sich Boyle auf ärztlichen Rat hin eine Auszeit genommen. (sdo)