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29.12.2006James Brown

Mehrere Hunderttasend trauern um ihr Idol

Am vergangenen Donnerstag nahmen mehrere hunderttausend Menschen Abschied von der Musiklegende James Brown. Der Leichnam des am frühen Montagmorgen im Alter von 73 Jahren verstorbenen Brown wurde in einer Pferdekutsche durch das New...

Am vergangenen Donnerstag nahmen mehrere hunderttausend Menschen Abschied von der Musiklegende James Brown. Der Leichnam des am frühen Montagmorgen im Alter von 73 Jahren verstorbenen Brown wurde in einer Pferdekutsche durch das New Yorker Stadtviertel Harlem gefahren und danach im legendären Apollotheater aufgebahrt.

Angaben des Theatermanagers Billy Mitchell zufolge, hätte sich bereits in der Nacht auf Donnerstag eine Schlange von Bewunderern des "Godfather of Soul" vor dem Apollotheater gebildet. Fans, Kollegen und Freunde nahmen die Gelegenheit wahr, den berühmten Soulmusiker ein letztes Mal zu sehen. Der offene Sarg stand sieben Stunden auf der Bühne der historischen Konzerthalle, in der Browns Karriere vor ungefähr 50 Jahren begonnen hatte.

Außer Brown, der zeitlebens regelmäßiger Gast im Apollo war, gaben auch Aretha Franklin und Duke Ellington dort einst ihr musikalisches Debüt. Browns Trauerfeier findet heute im engsten Familien- und Freundeskreis in seinem Geburtsort Augusta, im US-Bundesstaat Georgia, statt. Die öffentliche Trauerfeier wird morgen in dem nach James Brown benannten Station in Augusta erfolgen.

Das Leben der Soullegende James Brown wurde von Höhen und Tiefen bestimmt. Der aus armen Verhältnissen stammende Musiker brachte es in den 50er und 60er Jahren zu Wohlstand und Ansehen. Sein von Rhythmus bestimmter Gesangsstil in Kombination mit seinem zuckenden Tanzstil machten ihn zu einem unverwechselbaren Original. Sein musikalischer Erfolg wurde jedoch immer wieder durch Konflikte Browns mit dem Gesetz überschattet.

Bereits als 16-Jähriger hatte Brown wegen bewaffneten Überfalls eine Gefängnisstrafe absitzen müssen, in den 1970er Jahren hatte er Steuerschulden von mehreren Millionen und musste um diese zu begleichen, seinen Privatjet und seine heißgeliebten Autos verkaufen. 1988 wurde Brown nach einer Waffenkontrolle und einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei – Brown hatte Drogen bei sich – erneut verhaftet und zu drei Jahren Haft verurteilt, da er versucht haben soll, zwei Polizisten zu überfahren.

2003 musste sich der Soulsänger ein letztes Mal vor Gericht verantworten. Seine vierte Frau Tomi Rae Hyni warf ihm vor, sie geschlagen zu haben. (Europolitan berichtete) Browns ungezügeltes Temperament trug ihm zwar einige Scherereien mit den Gesetzeshütern in den USA ein, mit seiner Musik hat er aber weltweite Musikgeschichte geschrieben. Brown gilt Wegbereiter des HipHop, Rap und Disco. (cmo)

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