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FC Bayern München schwächelt: Doch Uli Hoeneß bleibt kämpferisch

03.03.2009 FC Bayern München: Warten auf den Bundesliga-Absturz

Mit kleinen Schritten nach vorne?

Beim FC Bayern München gibt man sich trotz des Abrutschens auf Platz 5 in der Bundesligatabelle nach wie vor optimistisch, das angestrebte Saisonziel - an der Säbener Straße wie in jedem Jahr zumindest die deutsche Meisterschaft - zu erreichen. Die Statistik allerdings spricht eindeutig gegen den Rekordmeister. In 45 Jahren Bundesliga hat es noch keinen deutschen Meister gegeben, der nach dem 22. Spieltag nur auf dem 5. Platz stand.

"Mir geht es heute viel besser als gestern, denn wir haben einen Punkt auf den HSV gut gemacht", äußerte sich Manager Uli Hoeneß, normalerweise nicht immer für die allergrößte Gelassenheit in schwierigen Situationen bekannt, nach dem torlosen Unentschieden am Sonntagabend bei Werder Bremen. Die Hamburger hatten zeitgleich eine 1:3 Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg hinnehmen müssen. Hoeneß sieht sie als größten Konkurrenten im Kampf um den Titel. In seiner Logik ist es demnach richtig, sich "nicht unzufrieden" zu zeigen, auch wenn der Angriff auf die Spitze erneut ausgeblieben ist.

Allerdings muss man sich langsam fragen, ob solche Aussagen die wirkliche Gefühlswelt des Managers widerspiegeln. Angesichts der Tatsache, dass der Abstand zum Tabellenführer am vergangenen Spieltag nicht gewachsen, sondern konstant bei vier Punkten geblieben ist, mag man es ihm glauben. Mit Blick auf das beständige Ansteigen der Anzahl Teams, die zwischen dem FC Bayern München und dem jeweils aktuellen Tabellenführer stehen, eher nicht. Der einzige Trost dürfte momentan noch sein, dass die Konkurrenz nicht gewillt scheint, den Vorsprung auszubauen. Der letzte Sieg eines Tabellenführers gelang der TSG Hoffenheim am 18. Spieltag mit einem 2:0 gegen Energie Cottbus.

Also ist der letzte verbliebene deutsche Champions League-Teilnehmer auch in der Bundesliga weiterhin im Rennen, und vielleicht ist es gerade die Schwäche der Konkurrenten, die Uli Hoeneß weiterhin optimistisch erscheinen lässt. Der Bayern-Manager hat ja zuletzt immer wieder betont, dass ihn die Tabelle nur am 34. Spieltag interessiere. Einen etwas angespannteren Bayernmanager erlebte man lediglich vor dem letzten Hinrundenspiel, als Hoffenheim zu Gast in der Allianz Arena war, und Hoeneß in altbekannter Manier zur Attacke blies. Der Rekordmeister besiegte den Emporkömmling glücklich, seitdem scheint die Welt der Bayern in Ordnung zu sein.Und so ist man auch nach einer Niederlage in Hamburg nicht gänzlich unzufrieden, ebenso ist ein Unentschieden beim Tabellenelften in Bremen zwar ein "kleiner Schritt" (Jürgen Klinsmann), aber immerhin ein Schritt. Nach vorne, versteht sich.

Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass der Punkt in Bremen einen Aufwärtstrend darstellt. Es war immerhin der erste Punkt im dritten Auswärtsspiel 2009. Und im Gegensatz zu Gegner Werder Bremen haben die Bayern es geschafft, die Abstiegsplätze der Rückrundentabelle zu verlassen. Hier befinden sie sich nun auf Rang 14 und haben zwei Plätze gut gemacht. "Ein kleiner Schritt" eben. Spannend dürfte es an der Säbener Straße werden, wenn auch in den nächsten beiden Spielen kein Sieg eingefahren wird. Am Mittwoch ist man Gast von Bayer Leverkusen in der Düsseldorfer LTU-Arena. Eine mögliche Niederlage wird vielleicht noch damit erklärt werden, dass man sich nun voll und ganz auf die Meisterschaft und die Champions League konzentrieren wolle. Beim Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstag allerdings droht der Sturz auf Platz 7 in der Bundesligatabelle. Aber, so wird man sich danach vielleicht sagen, der UI-Cup ist ja nur noch einen Platz entfernt.

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