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28.10.2009 FC Bayern München: Van Gaal putzt Oliver Kahn herunter - und warnt

Klare Worte in Richtung Titan

Trainer Louis van Gaal vom FC Bayren München hat erstmals einem prominenten Kritiker eine deutliche mediale Backpfeife verpasst, und Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn zusammengestaucht.

Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, bekommt eine ab: Louis van Gaal (58), Herrscher über die Kabine des FC Bayern München, hat Ex-Bayern-Kapitän Oliver Kahn (40) ordentlich zusammengestaucht.

Den schwierigen Saisonstart seines Ex-Teams hatte der gebürtige Karlsruher zum Anlass genommen, um einige kritische Bemerkungen gegen den niederländischen Trainer zum besten zu geben. Im Gespräch mit 'Blickpunkt Sport' erklärte der ehemalige 'Tor-Titan': "Ich vermisse in den letzten beiden Jahren bei den Bayern eine Hierarchie. Eine Mannschaft muss klar strukturiert sein und die Hierarchie vom Trainer vorgegeben werden."

Im Anschluss wurde es dann konkret, und Oliver Kahn legte sich persönlich mit dem aktuellen Bayern-General an. Vor allem dessen unstete Mannschaftsaufstellung sei ihm ein Dorn im Auge, so der hauptberufliche Fußballkommentator: "Das permanente Ausprobieren ist äußerst problematisch."

Die Vorwürfe ließ Louis van Gaal allerdings nicht lange auf sich sitzen. Am gestrigen Dienstag folgte der eiskalte Konter des temperamentvollen Holländers: "Vielleicht muss sich Oliver Kahn besser informieren. Wechsel gab es nur wegen verletzter Spieler."

Die mangelnde Gründlichkeit Kahns bei der Informationsbeschaffung führte der Coach des FC Bayern München darauf zurück, dass der Ex-Torwart selbst noch nie ein Team trainiert habe, und diese Aufgabe nur vom Hörensagen her kenne: "Vielleicht muss er erst einmal selbst eine Mannschaft übernehmen. Jeder hat eine Meinung, auch Menschen, die noch nie in der Verantwortung standen."

Auf das Pokalspiel am heutigen Mittwochabend (20.30 Uhr, ARD) schaut der ehemalige Barca-Altvordere mit ebensoviel Kampfeslust: "Ich habe gehört, dass es wunderschön in Berlin ist." Dennoch dürfe man nach dem jüngsten knappen 2:1-Sieg in der Bundesliga den Gegner nicht unterschätzen: "Wir haben am Samstag gesehen, dass es sehr schwierig war, sie zu schlagen." Das Ziel müsse aber dennoch heißen, in dem Wettbewerb zu triumphieren: "Wir dürfen nicht verlieren. Es ist ein Titel, und der könnte am Saisonende noch sehr wichtig sein."

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