Zelluloid-Ikone Angelina Jolie und Hollywood-Beau Brad Pitt wollen zumindest vorerst nicht mehr gemeinsam vor die Kamera. Dies hat die amerikanische Schauspielerin in einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' verlautbaren lassen. Im Moment seien die Anforderungen durch das Glamour-Dasein derart gestiegen, dass immer nur einer der beiden auf einmal einen Film drehen könne, so die bestbezahlte Aktrice der Welt.
Die 33-jährige Mutter von mittlerweile sechs Kindern erklärt dazu dem 'Spiegel': "Das macht es noch schwerer, gemeinsam zu arbeiten. Wir würden das irgendwann wirklich gerne wieder tun. Aber wir sind uns bewusst, dass es nicht funktionieren könnte, wenn wir jetzt ein Paar spielen würden. Wir würden immer nur als Angelina Jolie und Brad Pitt wahrgenommen werden. Außerdem muss ja auch jemand zu Hause bleiben und auf die Kinder aufpassen."
Und diese Rolle fällt im Augenblick allen emanzipatorischen Grundsätzen zum Trotz vor allem Angelina zu: "Ich habe nicht mehr gedreht, seit im Juli Vivienne und Knox geborne wurden." Das muss laut Jolie jedoch noch lange kein Drama sein: "Wir beide, Brad und ich, hatten schon Erfolg im Beruf." Und der Ruhm bringe auch stärkere Möglichkeiten mit sich, das Arbeitsumfeld selbst zu bestimmen: "Wir könen darauf bestehen, Dreharbeiten zu verschieben, wenn uns der Termin nicht passt. Wir können unsere Kinder zur Arbeit mitbringen. Das ist sicher eher ungewöhnlich."
Halt und Stärke gibt der Film-Diva vor allem auch das Vorbild ihrer Mutter, auf die sie absolut nichts kommen läßt: "Meine Mutter war eine sehr, sehr sanfte Frau, sie wurde niemals laut. Aber wenn sich irgendjemand unfair zu meinem Bruder oder mir verhielt, dann wuchs sie über sich selbst hinaus. Sie war von ganzem Herzen Mutter, und sie hat ihre Sache besser gemacht als jede andere Mutter, die ich kenne." Auch habe ihre Mutter große Opfer bringen müssen, zum Beispiel ihre Schauspielkarriere aufgeben müssen: "Meine Mutter konnte sich, im Gegensatz zu Brad und mir, nie abends mal schick machen und ausgehen. Das Leben war für sie als Alleinerziehende viel eingeschränkter als für uns heute."
Auch für sie selbst sei das Mutterdasein kein Zuckerschlecken und auch kein Spaziergang, betont die ansonsten immer nur von ihrem Familiendasein schwärmende Darstellerin: "Es ist einfach in jedem einzelnen Moment anstrengend. Es beginnt mit den vielen Fragen, die die Kinder beim Frühstück stellen, dann sind da die ewigen Streitereien zwischen den Geschwistern, die man auf eine Weise lösen will, dass die Kinder daraus etwas fürs Leben lernen."
Doch auch die schiere Größe ihrer Nachwuchsschar geht der früher Alleinerziehenden manchmal offenbr gehörig auf den Wecker: "Das ist schwierig bei sechs Kindern. Es wird nicht leichter durch den Altersunterschied. Die, die schon laufen können, rennen auch gern mal weg - in verschiedene Richtungen!"