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17.12.2007USA INVOLVIERT?

Türkei verübt Luftangriffe auf Stellungen der PKK im Nordirak

Stundenlang hat die Türkei am gestrigen Sonntag aus der Luft mutmaßliche Stellungen der Kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak bombardiert. Es war die größte türkische Luft- Offensive gegen die PKK seit vielen Jahren. Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan sprach von einer „erfolgreichen Operation“. Die Angriffe sollen von den USA unterstützt worden sein, heißt es aus türkischen Regierungskreisen.

„Amerika hat vergangene Nacht den irakischen Luftraum für uns geöffnet. Mit der Öffnung des irakischen Luftraum für uns hat Amerika seine Zustimmung zu der Operation gegeben", so General Yasar Büyükanit.

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Vom US-Verteidigungsministerium gab es dazu bis jetzt noch keine Stellungnahme. Ein Pentagonsprecher erklärte lediglich, die USA arbeite im Kampf gegen die PKK eng mit der Türkei zusammen. Vor allem stelle das Pentagon der Türkei Informationen des Geheimdienstes zur Verfügung. Gleichzeitig hatten sich die Regierungen der USA, des Irak und der kurdischen Region in den vergangenen Monaten um Diplomatie im schwelenden Konflikt zwischen Türkei und PKK bemüht, bis jetzt allerdings ohne Erfolg.

Sofort nach den Angriffen, bei denen nach PKK-Angaben fünf Rebellen, sowie eine Frau aus zivilen Kreisen getötet worden seien, hatte der irakische Vize-Außenminister Mahmud el-Hadsch Humud den türkischen Botschafter nach Bagdad bestellt. Die Angriffe gefährdeten die „freundschaftlichen Beziehungen beider Länder". Obwohl die Angriffe seitens der Türkei ausdrücklich nur gegen Rebellen und nicht gegen irakische Kurden gerichtet war, kam es zu Zerstörungen von Krankenhäusern, Schulen und Brücken. „Wir fordern, dass die türkischen Behörden derartige Aktionen gegen Unschuldige beenden", so el-Hadsch Humud.

In der vergangenen Woche war es wiederholt zu grenzüberschreitenden militärischen Maßnahmen türkischer Einsatzkräfte gegen kurdische Dörfer gekommen. Das momentane Schwelen des Konflikts hat seinen Ursprung in einem Angriff von PKK-Kämpfern auf die türkische Armee Ende Oktober. Dabei waren 12 türkische Soldaten ums Leben gekommen. Das Parlament ermächtige daraufhin die Regierung in Ankara, Truppen in den Nordirak zu entsenden. Rund 100.000 türkische Soldaten sind zur Zeit in der Region im Einsatz.

Die PKK-Rebellen nutzen den Nordirak als Rückzugsgebiet, um von dort Angriffe auf die Türkei vorzubereiten und durchzuführen. Im Kampf zwischen der Türkei und der PKK gab es seit 1984 mehr 37.000 Tote. (ta)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (3)
A.D. (19.12.2007 09:26)

Fakten:
- bis heute hat die Türkei keinen politischen Vorschlag für die Lösung der kurdischen Frage. Umgekehrt hat sie immer mit Waffen und staatlicher Terrorsprache diese gerechte und reale Frage von 20 Mill. Menschen beantwortet.
- PKK, die zu Unrecht als Terrororg. beschrieben wird, ist ein Produkt der blinden Politik der Türkei, und keine Ursache.
- Die Türkei als ein Staat soll seine Grenzen Schützen, und behindern, dass seine Bürger (PKK) in die Nachbarländer überlaufen, nicht umgekehrt.
- Dieser Konflikt wird nie durch Gewalt gelöst werden. Nur durch Dialog!
- USA und EU sind auch verantwortl