Die Türkei hat nach Angaben kurdischer Sicherheitskräfte bereits am vergangenen Wochenende begonnen, mit Bodentruppen in den Nordirak einzudringen. Sie flog zudem Luftangriffe auf kurdische Siedlungen. Türkischen Militärs zufolge galt der Angriff der Schwächung der Stellung von PKK-Rebellen (Kurdische Arbeiterpartei) in den Kandil-Bergen, unweit der Grenze zum Iran. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete den Angriff als Erfolg. Heftige Kritik kam seitens der EU.
"Die Türkei sollte auch weiterhin unverhältnismäßiges militärisches Handeln vermeiden", betonte eine Sprecherin der EU-Kommission am gestrigen Montag. Die Türkei solle sich bemühen, die Probleme mit den Kurden "auf dem Weg des Dialogs zu lösen", so die Forderung aus Brüssel.Die pro-kurdische Nachrichtenagentur Firat berichtete unter Berufung auf die PKK, dass auch Schulen und ein Krankenhaus von den Angriffen betroffen gewesen seien.
Von der türkischen Luftwaffe seien 15 Dörfer bombardiert und acht Menschen, darunter drei Zivilisten, getötet worden. Auslöser für die militärische Eskalation des Konflikts waren wiederholte Überfälle seitens der kurdischen Rebellen im Südosten der Türkei, bei denen etliche türkische Soldaten getötet worden waren. Als Reaktion hatte die Türkei in der Region mehr als 100.000 Soldaten mobilisiert.
Laut Armeechef Yasar Büyükanit hätten die USA den nordirakischen Luftraum für Angriffe durch 50 türkische Kampfjets freigegeben. Äußern wollte sich die US-Regierung hierzu jedoch nicht. Bekannt geworden ist, dass die USA der Türkei seit einigen Wochen Geheimdienstinformationen bezüglich der Stellungen von PKK-Rebellen in den schwer überschaubaren Bergen der Region Gali Rasch liefern soll, um gezielte Angriffe fliegen zu können.
Der irakische Außenminister Hoschjar Sebari brüskierte sich über das militärische Vorgehen der Türkei, die nicht mit der irakischen Regierung abgesprochen worden sei. Er forderte eine sofortige Einstellung der Angriffe, "die unschuldigen Menschen Schaden zufügen und Auswirkungen auf die freundschaftlichen bilateralen Beziehungen haben". (nr)Megahornet (19.12.2007 09:23)Welche Empörung
Da muss ich wirklich lachen.
Ihre Desinformation ist eine Frechheit.