Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain ist in den Umfragen an seinem demokratischen Konkurrenten Barack Obama vorbeigezogen. Laut einer Umfrage des Instituts Gallop im Auftrag der 'USA Today' würde McCain derzeit 50 Prozent der Stimmen erhalten. Obama käme auf 46 Prozent.
Experten führen das Umfragehoch auf die gelungene Inszenierung McCains beim Parteitag der Republikaner letzte Woche in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota zurück. Der 72-Jährige hatte sich dort als Garant für einen Politikwechsel dargestellt und somit weiter vom unbeliebten Präsidenten George W. Bush distanziert. Auch McCains harsche Kritik am Vorgehen Russlands im Kaukasus kam bei vielen konservativen Wählern gut an.
Ein weiterer Faktor für McCains Aufschwung in den Umfragen ist die Ernennung Sarah Palins zu seiner Vizepräsidentschaftskandidatin. Die Gouverneurin von Alaska geriet zuletzt wegen ihrer schwangeren 17-jährigen Tochter in die Schlagzeilen, begeisterte jedoch mit ihrer angriffslustigen Rede auf dem Nominierungsparteitag. Laut der Gallup-Umfrage gaben 29 Prozent der Wähler an, dass sie aufgrund der Nominierung von Palin ihre Stimme am 4. November eher McCain geben würden. 21 Prozent der Befragten wollen wegen der erzkonservativen Gouverneurin ihre Unterstützung für den 72-Jährigen jedoch noch einmal überdenken.
Beobachter sind sich darin einig, dass das Umfragehoch für McCain vermutlich nur ein temporäres Phänomen ist, das auf den gelungenen Nominierungsparteitag der Republikaner zurückgeht. Nach dem Parteitag der demokratischen Partei eine Woche zuvor lag Obama acht Prozentpunkte vor McCain. (fr)
Gast (08.09.2008 16:10)Sorry, das stimmt einfach nicht...
Bei den offiziellen Umfragen liegt Obama 7% VOR McCain. So zumindest wurde es am Freitag im ARD-Morgenmagazin verkündet. Umfragen von Zeitungen sind i.d.R. wenig repräsentativ, da sie auch vom politischen Querschnitt ihrer Leserschaft abhängen. Ich gebe auf das Ergebnis der USA Today gar nichts.