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Honduras: Militärputsch international kritisiert - Zelaya-Anhänger protestieren

01.07.2009OBAMA VERURTEILT PUTSCHVERSUCH

Honduras steht Kopf: Manuel Zelaya kündigt Rückkehr an

Der am Sonntag durch einen Militärputsch gestürzte Präsident Honduras’ Manuel Zelaya kämpft nun erbittert um die Beendigung seines Exils und Rückkehr in den Zentralamerikanischen Staat. Wie er bekannt gab, will er noch an diesem Donnerstag in sein ehemaliges Staatsgebiet einreisen.

Es steht fest: der am Wochenende durchs Militär gestürzte Zelaya kündigte für Donnerstag seine Rückkehr nach Honduras an. „Der vom Volk gewählte Präsident kommt", erklärte der ehemalige Präsident am Dienstag. Eigenen Angaben zufolge wird der Vertriebene José Miguel Insulza begleiten, der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) der ihm am Abend zuvor das Angebot unterbreitet hatte, sich seiner Reise anzuschließen.

Der 57-Jährige bedankte sich für die weltweite Unterstützung die ihm seit seiner Absetzung zuteil geworden war. Am Dienstag wollte der Linkspolitiker vor der UN-Vollversammlung sprechen, für Mittwoch kündigte er einen Besuch in Washington an.

Die Nacht- und Nebelaktion der Verantwortlichen war nach 16 Jahren der erste militärische Putsch Mittelamerikas und stieß jenseits der Grenzen des Staates auf weltweite Kritik - und Unterstützung für den liberalen Verbannten. Als Zeichen dafür zogen zahlreiche Nachbarländer ihre Botschafter aus dem Land ab, El Salvador, Nicaragua und Guatemala gaben bekannt ihre Grenzen für 48 Stunden schließen zu wollen.

„Es wäre schrecklich, wenn wir uns zurück in eine Ära bewegen, in der Militärputsche statt demokratischer Wahlen ein Mittel des politischen Wechsels sind", kommentierte US-Präsident Barack Obama das Geschehene und kündigte zeitgleich an, den Machtwechsel genauso wenig wie den neu eingesetzten Präsidenten Roberto Micheletti anzuerkennen.

Ausschlaggebend für die Absetzung des demokratisch gewählten Staatsoberhauptes waren bekannte Pläne Zelayas, die besagten mithilfe einer Verfassungsänderung eine weiter Regierungsperiode einzulegen. Denn obwohl das Oberste Volksgericht die Abstimmung für illegal erklärte und verbot, widersetzte sich der Staatsoberhaupt dieser Anordnung was zu großem Streit führte.

Während die Debatte auf dem politischen Parkett weitergeht, kippten lokalen Informationen zufolge die Proteste gegen Neu-Präsident Micheletti am Montagabend und wandelten sich in Gewalt um. Hunderte Zelaya-Anhänger bauten in der Nähe des Regierungssitzes im Zentrum der Hauptstadt Tegucigalpa Barrikaden aus Steinen, Holzplatten und Autoreifen um sie anschließend zu verbrennen.

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Augenzeugenberichten zufolge sind die Protestanten mit Waffen ausgerüstet gewesen und schossen damit auf die Polizei. Bei den Zusammenstößen sind bislang Verletzte gemeldet worden, darunter zwei Reporter.

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