Auf dem Parteitag der Demokraten Ende August werden die Clintons Barack Obama unterstützen. Der früheren Rivalin Obamas kommt dabei eine besondere Ehre zu. Hilary Clinton darf beim Parteitag in Denver einer der vier Hauptreden halten. Auch ihr Ehemann Bill Clinton soll vorläufigen Plänen zufolge am dritten Tag der „Democratic National Convention“ vor den Delegierten sprechen. Der erste Abend der Versammlung am 25. August gehört der Frau des demokratischen Präsidentschaftskandidaten, Michelle.
Wie die Wahlkampfleitung der Demokraten mitteilte, wird die einstige Gegnerin Obamas am 26. August die „Headline“-Rede halten. Einen Tag darauf spricht höchstwahrscheinlich Clintons Ehemann Bill zu den Delegierten. Am selben Abend wendet sich dann auch der noch unbekannte Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten an die Parteimitglieder. Den Abschluss des Konvents bildet die offizielle Wahl Obamas zum Präsidentschaftskandidaten.
Um den Wahlsieg gebührend zu feiern und der anschließenden Rede des 47-jährigen Politikers ein passendes Ambiente zu verleihen, begibt sich der Parteitag dazu ins Mile-High-Stadion. Obamas Vortrag erfolgt an einem historischen Datum. Am 28. August vor 45 Jahren hielt der Bürgerrechtler Martin Luther King die Rede, die durch die Worte „I have a Dream“ bekannt geworden ist. Mit einem Wahlsieg des dunkelhäutigen Kandidaten im November könnte Kings Traum wahr werden.
Angesichts der Tatsache, dass sich Clinton und Obama bis zum 3. Juni einen recht schmutzigen parteiinternen Vorwahlkampf geliefert hatten, überrascht die Clinton-Unterstützung die Öffentlichkeit. So hatte auch Bill Clinton dem Konkurrenten seiner Frau vorgeworfen, bewusst die „Rassenkarte“ auszuspielen. Die New Yorker Senatorin hatte die Nominierung zur Präsidentschaftskandidaten schließlich aufgeben müssen, da sie bei den Vorwahlen nicht genug Stimmen bekommen hatte. Die 60-Jährige galt lange als Favoritin und soll die Niederlage nur schwer verdaut haben.
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Seit Clintons Rückzug will der 47-Jährige die Wähler seiner Ex-Rivalin für sich gewinnen. Vor dem Hintergrund der achtjährigen Amtszeit von George W. Bush, hat Obama als Demokrat eigentlich die besten Chancen die Republikaner am 4. November hinter sich zu lassen. Doch trotz seiner offensichtlichen Beliebtheit und Bekanntheit erzielt der junge Politiker bei Umfragen immer nur eine knappe Mehrheit. Sein republikanischer Gegner John McCain liegt zurzeit lediglich vier Prozent hinter Obama.