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07.04.2008RÜCKSCHLAG IM KAMPF UMS WEISSE HAUS

Hillary Clinton schickt Chefstrategen in die Wüste

Hillary Clinton hat erneut einen Rückschlag im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur erlitten. Mark Penn, der Chefstratege des Wahlkampfteams um die ehemalige First Lady ist zurückgetreten. Unangenehmer Hintergrund: Penn berät Kolumbien zu einem möglichen Freihandelsabkommen mit den USA. Genau dieses Abkommen lehnt Clinton jedoch vehement ab.

Der Personalwechsel hätte zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können: Clinton verliert immer weiter an Boden, in nationalen Umfragewerten liegt die ehemalige First Lady weit hinter Barack Obama und auch in Pennsylvania schrumpft ihr Vorsprung. Die Vowahlen in Pennsylvania werden von vielen als Clintons letzte Chance gewertet, verlorenen Boden auf ihren Widersacher gut zu machen.

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Die Glaubwürdigkeit der Kandidatin ist derzeit allerdings mehr als angekratzt. Erst vor kurzem musste die ehemalige First Lady einräumen, dass die Geschichte über einen Beschuss durch Heckenschützen während eines Bosnienbesuches mit ihrem Ehemann Bill Clinton, frei erfunden war. Nun entpuppte sich auch das Herzstück ihrer Wahlkampagne, ihr Chefstratege Penn, als schwarzes Schaf.

Am vergangenen Freitag veröffentlichte das 'Wall Street Journal' einen Bericht, demzufolge Penn an der Ausarbeitung einer Strategie beteiligt ist, die ein Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA unter allen Umständen durch den Kongress bekommen will. Laut Informationen des 'Wall Street Journals' hatte sich Penn am 31. März mit kolumbianischen Offiziellen getroffen. Eben dieses Freihandeslabkommen, das ihr Chefstratege noch vorantrieb, verurteilt Hillary Clinton hingegen scharf. In dem von der Rezession geplagten Bundesstaat Pennsylvania kämpft Clinton derweil vor allem um die Stimmen der Arbeiter, denen dieses Abkommen alles andere als geheuer ist. Penn entschuldigte sich für sein Handeln.

Gehen musste er dennoch. Hillary Clinton sei sehr enttäuscht, verlautete aus dem Wahlkampfteam der Senatorin. Wahlkampfleiterin Maggie Williams erklärte, Penns Marktforschungskonzern werde Clinton aber weiterhin beratend zur Seite stehen. Die wichtigen Vorwahlen in Pennsylvania finden in zwei Wochen statt. (rkr)

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