US-Präsident George W. Bush besucht am heutigen Dienstag zum letzten Mal während seiner Amtszeit die Bundesrepublik. Am Abend empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel den amerikanischen Präsidenten und seine Frau Laura im Gästehaus der Bundesregierung im brandenburgischen Meseberg. Zwar sprechen US-Diplomaten von einem Arbeitsbesuch, doch die Agenda verrät den vornehmlich privaten Charakter des Treffens.
George W. Bush und seine Gattin Laura begeben sich nach der Ankunft am Flughafen Berlin-Tegel mittels Hubschrauber ins Gästehaus der Bundesregierung, dem Schloss Meseberg, das rund 70 Kilometer nördlich der Bundeshauptstadt liegt. Anschließend ist im malerischen Barockschlösschen ein Abendessen mit Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Ehemann geplant. Am morgigen Mittwoch werden Merkel und Bush dann gemeinsam frühstücken, um danach zusammen im Schlosspark spazieren zu gehen.
Erst für Mittwochnachmittag ist ein Gespräch mit deutschen Regierungsvertretern geplant, darunter auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Auf der Themenliste für die politischen Gespräche stehen die Konflikte im Nahen Osten, der Atomstreit mit dem Iran, die Lage in Afghanistan sowie die Vorbereitung des G8-Gipfels in Japan. "Ich glaube nicht, dass wir bei dieser Reise dramatische Ankündigungen erleben werden", dämpfte Bushs Sicherheitsberater Stephen Hadley am gestrigen Montag etwaige Erwartungen.
Ein Treffen mit der Bevölkerung plant Bush indessen nicht. Die Entscheidung bedeutet auch, dass es diesmal keine abgesperrten Innenstädte, keine zugeschweißten Gullydeckel, keine Protestkundgebungen und damit auch keine Polizeihundertschaften im Einsatz geben wird. Dennoch steht den 150 Einwohner Mesebergs der größte Polizeieinsatz in ihrem Leben bevor.
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Bushs Besuch in Deutschland ist Teil einer einwöchigen Abschiedstournee des in einem halben Jahr aus dem Amt scheidenden US-Präsidenten. Am heutigen Dienstag nimmt Bush zunächst am EU-USA-Gipfel im slowenischen Brdo teil. Im weiteren Verlauf der Woche reist Bush nach Paris, London, und Rom. Im Vatikan wird Papst Benedikt XVI. den US-Präsidenten durch die Gärten des Kirchenstaats führen - als Dank für den herzlichen Empfang des Pontifex bei dessen USA-Besuch im April. (vd)