Zwei Präsidenten unter sich: Der türkische Staatschef Abdullah Gül traf am vergangenen Dienstag US-Präsident George W. Bush zu Gesprächen im Weißen Haus. Bush sprach sich dabei sehr nachdrücklich für eine Aufnahme der Türkei in die EU aus. Ein solcher Schritt liege im Interesse des Friedens. Die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU laufen schon seit zwei Jahren – allerdings nur auf Sparflamme, dies vor allem wegen dem immer noch ungelösten Konflikt mit Zypern.
Bush lobte die Türkei vor allem als „eine konstruktive Brücke zwischen Europa und der islamischen Welt". Das Land sei ein absolut fantastisches Beispiel für Nationen in aller Welt, dass es möglich sei „eine Demokratie zu haben, die zusammen mit einer großen Religion wie dem Islam existiert".
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Neben dieser moralischen Unterstützung, war ein weiteres Ziel des Präsidenten-Treffens in Washington vor allem, die Zusammenarbeit im Kampf gegen die PKK erneut zu betonen. Präsidentensprecherin Dana Perino erklärte vor dem Gespräch, Bush wolle mit Gül über eine „langfristige politische Lösung" sprechen. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei bezeichnete Bush als „gemeinsamen Feind", dem sich die USA auch weiterhin entgegenstellen werde. „Die PKK ist ein Feind der Türkei, sie ist ein Feind des Irak und sie ist ein Feind der Menschen, die in Frieden leben wollen. Wir werden sie um des Friedens Willen weiter verfolgen".
Schon Anfang November hatte Bush den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen die Unterstützung der USA im Kampf gegen die PKK zugesichert und den Austausch von Geheimdienstinformationen angeboten.
Gül nannte die Beziehungen seines Landes zur USA im Gegenzug „wichtig". Beide Länder wollten weiterhin zusammenarbeiten, um Frieden, Wohlstand und Stabilität zu sichern. Das schließe den Kampf gegen die PKK ein. (ta)