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Britischer Künstler würdigt George W. Bush mit Porno-Collage

04.11.2008MISERABLE BILANZ

George W. Bush hinterlässt seinem Nachfolger einen Trümmerhaufen

Nach monatelangem Wahlkampf entscheidet sich am heutigen 4. November, wer der neue Präsident der Vereinigten Staaten wird: Barack Obama oder John McCain. Dass Amtsinhaber George W. Bush das Weiße Haus verlassen muss, stand schon länger fest. Nach zwei Amtsperioden durfte der Republikaner nicht mehr kandidieren. Fest steht jedoch auch, dass nur wenige dem 43. Präsidenten der USA eine Träne nachweinen werden, wenn am 20. Januar 2009 offiziell seine Amtszeit endet.

Spötter behaupten, wenn Barack Obama einen erwartet deutlichen Wahlsieg einfährt, ist das zu einem großen Teil der Verdienst George W. Bushs. Denn der ungeliebte amtierende Präsident machte es dem demokratischen Kandidaten leicht: Obama musste stets nur darauf verweisen, dass sein Kontrahent John McCain für die selbe Politik wie Bush steht. Und die übereinstimmend als gescheitert betrachtet.

Am Ende von Bushs zweiter Amtszeit sind die USA in zwei Kriege verstrickt, die Spannungen mit dem Iran nehmen immer mehr zu, das Land sieht sich mit einer drohenden Rezession konfrontiert, und nicht zuletzt sind die Vereinigten Staaten im Ausland so unpopulär wie nie zuvor. Da ist es kaum verwunderlich, dass sich selbst treue Bush-Anhänger von ihrem Anführer abwenden. Nie zuvor hatte ein scheidender Präsident schlechtere Popularitätswerte als Bush jr.

Im Januar erklärte der Präsident in einer Ansprache an die Nation: „Die Geschichte wird zeigen, dass wir trotz aller Meinungsunterschiede mit einem Ziel gehandelt haben." Im Klartext bedeutet das: Bush hofft, in einigen Jahren von der Geschichtsschreibung milde beurteilt zu werden. Wohl auch deshalb zeigte sich 'W.' in seinem letzten Amtsjahr milder und kooperativer als zuvor. Als die USA vor wenigen Wochen von der Finanzkrise getroffen wurde, ließ Bush seinen Experten viel Freiraum, um Vorschläge auszuarbeiten. 2003 etwa hätte der Präsident vermutlich selbst noch einen Vorstoß gemacht.

Doch all dies kann nichts daran ändern, dass Bushs Bild vor allem von den Katastrophen und Fehlern seiner Amtszeit geprägt bleibt. Der 43. Präsident der USA wird immer mit den Anschlägen des 11. September 2001 und dem anschließenden „war on terror" verbunden bleiben. Der erzwungene Krieg im Irak, dessen Begründungen sich im Nachhinein als haltlos erwiesen, hat das Ansehen der USA in der Welt nachhaltig beschädigt. Die Folterbilder aus den US-Kriegsgefangenenlagern Abu Ghraib und Guantanamo gingen um die Welt, und veranschaulichten, wie wenig sich das amerikanische Militär um Ethik kümmert.

Zudem zeigte sich der Präsident in den ersten Tagen nach dem verheerenden Hurrikan 'Katrina', der im Jahr 2005 die Stadt New Orleans überflutete, zu passiv. Bush wurde auch angelastet, dass zuvor viel Geld aus dem Budget für Heimat- und Katastrophenschutz abgezogen und in den Irak-Krieg gesteckt wurde. Vor allem die farbige Bevölkerung, aus deren Mitte der Großteil der 1.800 Todesopfer kamen, fühlte sich von ihrem Anführer im Stich gelassen.

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Zwar kann dem scheidenden Präsidenten zu gute gehalten werden, dass die Weltpolitik innerhalb der letzten Jahre tatsächlich immer komplexer, und das Klima immer gereizter geworden ist. Trotzdem kann der Nachfolger, egal ob Obama oder McCain, vieles unzweifelhaft besser machen als der sture und wenig weltmännische Bush. Die drängendsten Aufgaben des neuen Amtsinhabers werden sein, das Ansehen der USA wieder zu heben, und die Kriege im Irak und Afghanistan zu einem erfolgreichen und zufriedenstellenden Abschluß zu bringen. 

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