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13.12.2007US-WAHLKAMPF

Berater von Hillary Clinton wirft Barack Obama Drogenkonsum vor

Ein Wahlkampfberater von US-Senatorin und Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton hat ihrem parteiinternen Mitstreiter Barack Obama Drogenkonsum in seiner Jugend vorgeworfen. Gegenüber der "Washigton Post" mahnte Bill Shahee, dass die Partei mehr als bisher bedenken sollte, dass Obama seinen Drogenkonsum als Jugendlicher zugegeben habe.

Shahee äußerte, dass dies zu einem Problem werden könnte, wenn die offizielle Nominierung der Parteikandidaten anstehe.

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Anlass der Debatte waren Obamas persönliche Erinnerungen mit dem Titel "Dreams from My Father" gewesen. In der Veröffentlichung heißt es eindeutig, dass der US-Politiker selbst als Jugendlicher Marihuana geraucht, Kokain genommen und Erfahrungen mit Alkohol gemacht habe. Bei einem Besuch in einer New Hampshire Schule sagte er: "Ich habe einige schlechte Entscheidungen damals getroffen, über die ich bereits geschrieben habe. Ich habe getrunken und mit Drogen experimentiert. Es gab eine längere Zeit, in der ich mich nicht sehr angestrengt habe", so der Politiker aus Illinois, der selbst zwei Kinder hat. Auf dem College habe er dann erkannt, dass er viel Zeit dadurch verschwendet hatte, gab Obama zu.

Scharfe Kritik an den Vorwürfen Shaheens kam am gestrigen Mittwoch von Obamas Wahlkampfteam. Obamas Wahlkampfchef David Plouffe sagte, dass Hillary Clinton versuche, so ihrem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Obama selbst wolle sich lieber weiter auf Themen konzentrieren, die für die Amerikaner wirklich wichtig seien. Clintons Wahlkampfteam bedauerte die Äußerungen Shaheens und bestätigte, ihn nicht dazu autorisiert zu haben.

In der Tat schwindet der Vorsprung der New Yorker Senatorin, wie zwei kürzlich veröffentlichte Umfragen belegen. Laut den Meinungsforschungsinstituten liegt Clinton im US-Bundesstaat New Hampshire nur noch einen Prozentpunkt vor Obama. Einer Erhebung des TV-Senders WHDH-TV zufolge liegt Clinton derzeit mit nur noch sieben Prozentpunkten Vorsprung vorn.

Anfang 2008 finden die ersten Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidaten in den USA statt. Im Februar dürfte feststehen, wer von beiden das Rennen für die Nominierung im Präsidentschaftswahlkampf macht. (nr)

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