Selbst für Washingtoner Verhältnisse wäre es ein spektakulärer Polit-Coup: Mitarbeitern aus dem Team Barack Obamas zufolge erwägt der designierte US-Präsident, Hillary Clinton den Posten der Außenministerin anzubieten. Beide Seiten schweigen noch zu den Gerüchten. Zwei namentlich nicht genannte Berater Obamas verrieten dem Fernsehsender NBC, dass Clinton für die Position im Gespräch sei.
Der 'Chicago Tribune' zufolge hätten Mitarbeiter des Übergangsteams von Obama seine ehemalige Rivalin als "Bereicherung für die Regierung" bezeichnet.
Philippe Reines, der Sprecher Clintons, verwies alle Fragen zu diesen Spekulationen an das Übergangsteam Obamas. Dieses will zu den Gerüchten jedoch keine Stellung nehmen. Der Nachrichtensender CNN zitierte ungenannte Mitarbeiter aus dem Team Clintons mit den Worten, bislang habe es noch keinen Kontakt zum Team des designierten US-Präsidenten gegeben. Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton werde ein solches Angebot allerdings sicher nicht grundsätzlich ausschließen.
Noch am Montag erklärte Clinton dem Fernsehsender CNN, sie sei glücklich als Senatorin des Staates New York. In dieser Eigenschaft hätte sie auch noch „eine lange Liste an Dingen", die sie erledigen müsse. Andererseits wolle sie alles unternehmen, um sicherzustellen, dass Obamas Agenda erfolgreich sei, versicherte die 60-Jährige.
Mit einer Nominierung Clintons könnte Obama die immer noch tiefen Gräben innerhalb der demokratischen Partei kitten. Diese waren entstanden, nachdem sich Obama und Clinton einen erbitterten Vorwahlkampf geliefert hatten. Doch bereits nach den ‚Primaries' hatte die unterlegene Clinton eine Mitarbeit in der Regierung Obamas nicht ausgeschlossen.
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Für das Amt des Außenministers sind jedoch noch weitere prominente Demokraten im Gespräch. Neben Clinton gelten der demokratische Präsidentschaftskandidat von 2004, John Kerry, der ehemalige republikanische Senator Chuck Hagel sowie der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, als aussichtsreichste Kandidaten. (fr)