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Barack Obama löst in Berlin nahezu ungetrübte 'Obamania’ aus

26.08.2008ATTENTAT IN DENVER VEREITELT

Barack Obama im Fadenkreuz: Mordkomplett das Werk von 'Schwachköpfen'?

Die Polizei in Denver hat am vergangenen Sonntag insgesamt vier Personen gefasst, die offenbar ein Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Barack Obama geplant hatten. Doch scheinbar gingen die mutmaßlichen Täter dilettantisch vor und kamen nicht einmal in die Nähe Obamas. "Es könnte sich herausstellen, dass die Attentäter eine Truppe von Schwachköpfen sind“, erklärte ein Regierungsbeamter. Für den heutigen Dienstagnachmittag haben die Ermittler des FBI eine Pressekonferenz anberaumt.

Bei den Festgenommenen handelt es sich nach Polizeiangaben um drei Männer und eine Frau. Laut US-Medienberichten hatten die Verdächtigen geplant, den Präsidentschaftskandidaten am kommenden Donnerstag während seiner offiziellen Nominierung von einem höheren Punkt zu erschießen. Dazu hatten sich die mutmaßlichen Täter ein Präzisionsgewehr besorgt. Doch schon Tage bevor Obama seinen großen Auftritt im Pepsi-Center hat, schlug die Polizei zu.

Am vergangenen Sonntag geriet der 28-jährige Tharin Gartrell in Denver in eine Polizeikontrolle. Den Beamten fiel der hektische Fahrstil des Mannes auf, bei der anschließenden Kontrolle endeckten sie Waffen, Munition und Betäubungsmittel im Wagen. Wenig später nahmen Sicherheitskräfte in Hotels zwei weitere Männer fest, Nothan Johnson und Shawn Robert Adolf. Letzterer soll versucht haben, sich vor der Festnahme mit einem Sprung aus seinem Hotelzimmer im fünften Stock des Gebäudes zu retten. Dabei brach sich der Mann allerdings den Fuß. Die Verdächtigen sollen Verbindungen zu rassistischen Zirkeln haben, einer trug offenbar ein Hakenkreuz.

Die amerikanische Bundespolizei FBI prüft derzeit den Fall, zweifelt aber an der Professionalität der mutmaßlichen Täter. „Es wäre vorschnell zu sagen, dass es sich um eine echte Bedrohung handelte oder ob diese Leute die Fähigkeiten haben, so etwas auszuführen", erklärte Kathy Wright, Sprecherin des FBI. Die Ermittler hätten einen der Verdächtigen jedoch „direkt gefragt, ob die Männer nach Denver gekommen seien, um Obama zu erschießen. Er bejahte das." Weitere Einzelheiten wollte die Sprecherin allerdings nicht nennen. Die Ermittler kündigten eine Pressekonferenz für den heutigen Dienstagnachmittag an, um über den aktuellen Stand zu informieren.

US-Staatsanwalt Troy Eid zeigte sich indessen davon überzeugt, dass es „keine ernsthafte Gefahr für den Kandidaten, den Nationalkonvent oder die Bevölkerung von Colorado gab". Auch eine Regierungsbeamter in Denver betonte: „Es könnte sich herausstellen, dass die Attentäter eine Truppe von Schwachköpfen sind."

Der demokratische Präsidentschaftskandidat steht seit mehr als einem Jahr unter Leibwächterschutz, nach dem er mehrere Todesdrohungen erhalten hatte. Auch deshalb sind die Sicherheitsvorkehrungen für den Parteitag in Denver enorm. Bewaffnete Täter hätten es schwer, am Tag des Obama-Auftritts in die Nähe des Pepsi-Centers zu gelangen. Das Einschleusen eines Gewehres gilt als unmöglich.

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Auch wer eine Eintrittserlaubnis hat, die nur Delegierte, Funktionäre und Journalisten erhalten, muss vor der Halle mehrere Sicherheitsschleusen passieren. Polizeikräfte sind permanent präsent, Hubschrauber sind ständig im Einsatz. Am kommenden Donnerstag wird die Polizei die gesamte Innenstadt absperren, dann können nur noch Shuttle-Busse zum Stadion gelangen.

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