Bei einer Amokfahrt mit einem Bulldozer hat ein junger Palästinenser am heutigen Mittwoch im Zentrum von Jerusalem mindestens drei Israelis getötet und mehr als 40 verletzt. Das Attentat ereignete sich wenige Stunden, nachdem Israel die Grenze zum Gaza-Streifen für Waren geöffnet hatte. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert will während einer Dringlichkeitssitzung mit Sicherheitsrepräsentanten über das weitere Vorgehen beraten.
Bei dem Fahrer des Bulldozers handelt es sich um einen Palästinenser aus dem arabischen Ost-Jerusalem, der bereits als Krimineller bekannt war. Das Attentat ereignete sich im Zentrum der Stadt, wo der Täter mit seinem Baufahrzeug mehrere Autos, darunter zwei Busse, demolierte und einige davon mitschleppte. Zu den drei Toten zählt unter anderem eine Mutter, die, wie Augenzeugen berichten, in letzter Sekunde ihr Baby aus dem Fenster warf und es so rettete.
Radioberichten zufolge gehörte der Attentäter keiner militanten Palästinenserorganisation an, sondern handelte auf eigene Faust. Jedoch bekannte sich eine Gruppierung namens „Emad Maghija-Brigaden" zu dem Anschlag, die nach dem im Februar bei einem Sprengstoffanschlag in Damaskus getöteten Militärchef der Hisbollah-Miliz benannt ist. Allerdings hatte sich die Gruppierung schon in der Vergangenheit zu Anschlägen bekannt, die von anderen Gruppierungen verübt worden waren.
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Es handelt sich um den ersten Anschlag auf Israelis in West-Jerusalem seit März, als ein Araber acht Religionsschüler erschoss. Die Hamas kommentierte den Vorfall als natürliches Resultat der israelischen Aggression, wollte das Attentat jedoch nicht ausdrücklich gutheißen. (mis)