01_aktion_300x300
Linkbox
Artikel zum Thema
Highlights zum Thema
Pressestimmen zum Thema
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteItemsWatchesISLAMABAD WEIST BETEILIGUNG ZURÜCK

09.07.2008ISLAMABAD WEIST BETEILIGUNG ZURÜCK

Afghanistan gibt Pakistan Schuld an Anschlag vor indischer Botschaft

Die afghanische Regierung hat den pakistanischen Geheimdienst für den verheerenden Anschlag auf die indische Botschaft in Kabul verantwortlich gemacht. Dabei kamen am Montag 41 Menschen ums Leben. Afghanistan verfügt nach eigenen Angaben über Dokumente die beweisen sollen, dass der pakistanische Geheimdienst in das Attentat verwickelt ist. Die Regierung in Islamabad weist den Vorwurf jedoch weit von sich.

„Wir sind überzeugt, dass ein bestimmter Geheimdienst dahinter steckt", erklärte der Sprecher des afghanischen Präsidenten, Homajun Hamidsada. „Die Raffinesse des Anschlags, das Ziel, die verwendeten Materialien, alles trägt die Handschrift eines bestimmten Geheimdienstes, der schon ähnliche Anschläge in Afghanistan verübt hat", so Hamidsada weiter. Der Anschlag auf Indiens diplomatische Vertretung sei „außerhalb Afghanistans konzipiert" und dann mithilfe örtlicher Komplizen umgesetzt worden, vermutet die afghanische Regierung.

Der Sprecher von Hamid Karsai erwähnte Pakistan zwar nicht ausdrücklich, erklärte jedoch auf Nachfrage, dass dies „offensichtlich" sei. Ein ranghoher afghanischer Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, beschuldigte Pakistan dagegen ausdrücklich, hinter dem Angriff auf die indische Botschaft in der Hauptstadt zu stecken.

Die Täter hätten eine solche Tat nicht ohne „vollständige Unterstützung ausländischer Geheimdienste" verüben können, heißt es in einem entsprechenden Bericht der afghanischen Sicherheitsdienste. Es gebe „Beweise", dass die Täter „in Lagern jenseits der Grenze trainiert, ausgerüstet und finanziert" worden seien.

Pakistan hingegen will von derlei Vorwürfen nichts wissen. Ministerpräsident Yousaf Raza Gilani erklärte in Kuala Lumpur, sein Land habe nichts mit dem Anschlag in Kabul zu tun. Dabei verloren am Montag 41 Menschen ihr Leben, weitere 140 Personen erlitten zum teil schwere Verletzungen. Ein Selbstmord-Attentäter hatte sich vor der indischen Botschaft in die Luft gesprengt. Pakistan habe kein Interesse, den Nachbarstaat zu destabilisieren, bekräftigte Premier Gilani.

Die Taliban haben nach eigenen Angaben mit dem Anschlag nichts zu tun. „Falls wir es gewesen wären, hätten wir uns mit Stolz dazu bekannt", erklärte einer ihrer Sprecher, Sabihullah Mudschahid. Unterdessen hat der UN-Sicherheitsrat das Selbstmordattentat auf scharf verurteilt. Kein Terrorakt könne den Weg Afghanistans zu Frieden, Demokratie und Wiederaufbau umkehren, hieß es in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung in New York.

Verwandte Artikel

Der Anschlag nahe der indischen Botschaft in Kabul war der blutigste seit dem Sturz des Taliban-Regimes im Jahr 2001. Unter den 41 Toten befinden sich auch mehrere indische Diplomaten. Zum Zeitpunkt des Anschlags gegen 8.30 Uhr Ortszeit standen wie jeden Morgen Dutzende Männer an, um ein Visum für Indien zu beantragen. Durch die Wucht der Detonation wurde ein Teil der Mauer vor dem Botschaftsgelände niedergerissen. (vd)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)