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Angela Merkel: Gefangen zwischen Gesundheitsreform und Bundeswehreinsatz

09.09.2009KNAPPE NIEDERLAGE MÖGLICH

Schwarz-Gelb auf Talfahrt - Angela Merkel bei 53 Prozent

Die am heutigen Mittwoch bekanntgegebenen Sonntagsumfragen der Meinungsforschungsinstitute Forsa, Allensbach und Emnid prognostizieren Schwarz-Gelb bei der anstehenden Bundestagswahl ein Ergebnis von unter 50 Prozent. Nur eine Große oder eine "Jamaika"-Koalition kämen auf eine absolute Mehrheit.

In der Sonntagsumfrage des Meinungsinstituts Forsa, das für 'Stern' und 'RTL' arbeitet, kommt die Union in der letzten Woche auf 35 Prozent, so viel wie bei der Bundestagswahl 2005. Zusammen mit der FDP, die 14 Prozent erzielte, käme schwarz-gelb auf keine absolute Mehrheit. Die 49 Prozent sind der schlechteste Wert seit Jahresbeginn. Doch auch eine "Ampel" oder rot-rot-grün, die beide laut Forsa auf 45 Prozent kämen, erreichten in den Umfragen keine absolute Mehrheit.

In der Forsa-Umfrage mussten in der vergangenen Woche CDU/CSU, SPD und Grüne zusammen vier Prozentpunkte an die Links-Partei abtreten. Diese befindet sich nun auf dem Wert von 14 Prozent und damit im deutlichen Aufwind. Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte im 'Stern', dass die Linke wegen des Wahlergebnisses bei den Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland an Wählerstimmen gewinnen konnte.

Auch die Forderung nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und der damit verbundenen Debatte um die Nato-Luftangriffe auf zwei Tanklastzüge könnten auch in den folgenden zweieinhalb Wochen bis zur Bundestagswahl der Linken zu Zugewinnen verhelfen, so Güllner. Er spekulierte, dass die SPD die Linke "salonfähig" machen könnte, sollte sie sich gegenüber der Linken öffnen. Viele Wähler würden in diesem Fall zu den "radikalen Vereinfachern" gehen.

Die Forsa-Umfrage sagte der Links-Partei außerdem in allen westlichen Bundesländern über fünf Prozent voraus. Während 53 Prozent für eine Große Koalition in den Landtagen in Thüringen und im Saarland sind, sprachen sich 31 Prozent der 2.504 Befragten für rot-rote Bündnisse aus. Auf Bundesebene lehnte die Mehrheit der Befragten eine rot-rote Regierung ab.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlor vier Prozent, wenn sie direkt gewählt werden könnte. 53 Prozent würden sie weiterhin gerne als Kanzlerin sehen. Herausforderer Frank-Walter Steinmeier (SPD) hingegen würden nur 20 Prozent der Befragten wählen. Er gewann in der vergangenen Woche zwei Prozent.

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Die Frage nach möglichen Koalitionen nach der Bundestagswahl bleibt also weiterhin spannend. Nur eine große Koalition von CDU/CSU und SPD sowie eine "Jamaika'-Koalition von CDU/CSU, FDP und Grünen würden zum jetzigen Stand eine absolute Mehrheit erzielen.

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