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07.12.2007UDO NAGEL PRISCHT VOR

Innenminister-Konferenz sieht Scientology-Verbot mit Wohlwollen

Zum gestrigen Auftakt der zweitägigen Innenministerkonferenz in Berlin hat Hamburgs Innensenator Udo Nagel mit seinem Votum für ein Scientology-Verbot parteiübergreifende Zustimmung ausgelöst. In einem Beschluss der Innenminister von Bund und Ländern heißt es, das Bundesministerium solle Material zusammentragen, um das angestrebte Verbot zu prüfen.

Berlins Innensenator Erhart Körting erklärte schon am Donnerstag vor Beginn der Tagung erklärt, Scientology habe eine menschenverachtende Denkrichtung. Dabei handele es sich keinesfalls um eine Religion, „sondern ein wirtschaftliches Unternehmen, das Menschen psychisch abhängig macht und sie ausbeutet". Wichtiger noch als ein Verbot sei Aufklärungsarbeit, so Körting. Zurzeit lassen diverse Bundesländer die Organisation durch ihren jeweiligen Verfassungsschutz beobachten.

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Man müsse sich davor hüten, Scientology zum Staatsfeind Nummer 1 zu erklären, so wichtig sei die Sekte auch wieder nicht, so Berlins Innensenator gegenüber dem ZDF. Sachsens Innenminister Alfred Buttolo kritisierte ausdrücklich den Auftritt von Schauspieler Tom Cruise bei der diesjährigen Bambi-Verleihung: „Damit hatte ich persönlich schon mein Problem, denn man weiß ja, dass er ein führender Scientologe ist".

Cruise, derzeit wohl bekanntester Bekenner zu Scientology, hatte einen Bambi für seine Courage verliehen bekommen. Die Jury begründete das Urteil damit, Cruise suche die künstlerische Herausforderung und gehe für seine Projekte auch Risiken ein. Dies habe der US-Schauspieler erst kürzlich durch seine Entscheidung, den Hitler Attentäter Stauffenberg zu spielen, unter Beweis gestellt.

In seiner Dankesrede hatte Cruise dazu aufgerufen, einen Menschen nicht nach seiner Religion zu beurteilen, und sich in einer Lobeshymne zu Deutschland ergossen: „Meine Zeit in Deutschland wird immer etwas ganz Besonderes sein." (ta)

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