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Andrea Ypsilanti fordert in Hessen Roland Koch

15.09.2008TELEFONSCHERZ WIRD ÖFFENTLICH

Andrea Ypsilanti und falscher Franz Müntefering auf Youtube zu hören

Franz Müntefering ruft telefoniert Andrea Ypsilanti an, und die ganze Welt hört das Gespräch mit. Ein Ausschnitt der Unterhaltung zwischen den beiden Sozialdemokraten kursiert im Internet. Allerdings war nicht der echte SPD-Star am Telefon, was jedoch wiederum Ypsilanti nicht wusste. Ein Stimmenimitator des niedersächsischen Radiosenders ffn gab sich am vergangenen Mittwoch als Müntefering aus, schaffte es jedoch nicht wirklich, die 51-Jährige in Verlegenheit zu bringen.

Der Privatsender ffn hat Ypsilanti einen bösen Streich gespielt. Im Rahmen des ffn ‚Crazy Phones' gab der Sender vor, die SPD Berlin sei am Apparat und Müntefering wolle mit der hessischen SPD-Vorsitzenden sprechen. Doch die 51-Jährige schlug sich recht wacker. Selbst bei verlockenden Angeboten blieb sie cool und sachlich. Ypsilanti schlug eine gewaltige Beförderung aus und hielt dem hessischen Linksbündnis die Treue. Die Oppositionsführerin äußerte sich relativ diplomatisch über die Linken und über Generalsekretär Hubertus Heil. Nur über die unruhigen Jusos klagte sie etwas.

Die hessische SPD-Chefin würde ihr Bundesland nicht mal für einen Führungsposten in der Bundespartei den Rücken kehren, und das Land so der CDU überlassen. Auch der Posten von Generalsekretär Hubertus Heil ist Ypsilanti nicht schmackhaft zu machen. Stimmenimitator Jochen Krause telefonierte rund sieben Minuten mit der veralberten Politikerin, jedoch sind lediglich knapp zwei Minuten davon im Internet gelandet. Die hessische SPD zieht nun rechtliche Konsequenzen gegen den Sender in Betracht.

ffn will nun herausfinden, wie das aufgezeichnete Gespräch der beiden Sozialdemokraten im Internet auftauchen konnte. Parteisprecher Frank Steibli forderte den Sender auf, alle Kopien des Dialogs aus dem Netz entfernen zu lassen. Doch beispielsweise auf Youtube gibt es immer noch mehrere Mitschnitte des einigermaßen unterhaltsamen, aber nicht sehr aufsehenerregenden Gesprächs.

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Die hessische SPD äußerte, sie habe nichts gegen Telefonscherze, man könne allerdings nicht unwissentlich ein Gespräch aufzeichnen, und es ohne Erlaubnis veröffentlichen. Die Programmdirektorin des Senders, Ina Tenz, teilte am heutigen Montag mit, man könne die Wege des Mitschnitts an die Öffentlichkeit noch nicht nachvollziehen. Tenz hofft bald, Antworten zu bekommen, indem der Vorgang intern geprüft wird. (ago)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (1)
AMUNO (18.09.2008 19:14)

SPD stimmt doch gerade selbst fürs BKA-Gesetz?

Wenn die SPD gerade so fleißig fürs BKA-Gesetz stimmt, dann merken sie vielleicht da durch, das am Telefongeheimnis doch einiges gut ist und vielleicht nicht abgeschafft gehört.

Ausführliche Meinung zum Fakeanruf, leich satirisch :p
http://www.literaturasyl.de/?p=648

Gruß

AMUNO