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Vorschau aufs Neue Jahr 2009: Im Zeichen des Pluto

31.12.2008VON ASTROLOGIE BIS SEXUALITÄT

Vorschau aufs Neue Jahr 2009: Im Zeichen des Pluto

Waren das Christkind und Santa Claus gut zu Ihnen? Was bringt 2009? Während die anderen sich mit Rückschau-Panoptikums langweilen, widmen wir uns einer kleinen Vorschau. Denn wen interessiert heute noch wirklich was gestern alles war.

Santa Claus war heuer ganz besonders gut zu mir und brachte mir zwei Bücher. Adam Soboczynski´s „Die schonende Abwehr verliebter Frauen". Das Buch erzählt in 33 Kurzgeschichten von Frauen und Männern, die das Spiel des Lebens und die hohe Kunst der Verstellung mal blendend, mal mäßig beherrschen. Ein Paradoxon des Sich-Wieder-Findens. Wer´s mag, bitte sehr. Ich bin jemand, der Authentizität und Ehrlichkeit bevorzugt und bin eine Befürworterin der Wahrheit.

Deshalb leuchteten mir beim Lesen alle Glühbirnen meiner feinsensorigen Synpasen gleichzeitig auf, wenngleich der Autor Esprit hat und ich, weil es ein Weihnachtsgeschenkt war, das Buch anständig zu Ende gelesen habe. Ein angesagter Bestseller und wirklich empfehlenswert, für alle die gerne Spielchen spielen und das auf den Rücken der Mitmenschen. Amüsant.

Viel interessanter war Buchgeschenk 2: „Die Schlange des Lichts" von Drunvalo Melchizedek. Alle 13.000 Jahre ereignet sich auf der Erde etwas ganz Besonders, dass vieles verändert. Welch ein Glück! Endlich! Und wir dürfen es erleben. Live! Das nenne ich Unterhaltung. Es dreht sich um die Energie der Erd-Kundalini. Das ist eine Energie, die mit dem Erdmittelpunkt verbunden ist und sogar im menschlichen Körper wahrnehmbar ist. Für jeden.

Genial! Man muss nur wagen, hinzuzappen. Das kostet nichts. Die letzten 13.000 Jahre waren indische Ashrams und tibetische Klöster voll damit. Nun verweilt die Erd-Kundalini die nächsten 13.000 Jahre in Chile/Peru hoch über dem Hochland der Anden. Melchizedek umschreibt in seinem Buch die Etappen dieser Reise. Hochinteressant und energetisch ein wahrlich angenehmes Gefühl beim Lesen.

VORSCHAU
Wenn Sie hier erwarten, dass ich Ihnen sage, was Ihnen 2009 für Ihre Finanzen, Gesundheit und Liebschaften bringt, darf ich Ihnen sagen, dass ich mich aus kosmobiologischer Sicht für Astrologie auf einem Niveau á la gratis U-Bahn-Zeitung weder verantwortlich noch berufen fühle. Sie wollen Ihr Ego erleuchten? Dann blättern Sie sich bitte durch den Sternenpfad einer Bild-Zeitung, Vogue oder Quick. Wobei: Nichts gegen die Vogue-Bibel, aber bitte ausschließlich die amerikanische oder italienische Edition lesen.

Doch was gibt es wirklich Neues - außer der Erd-Kundalini in Chile/Peru? Ein neuer Reisetrend für Menschen, also solche, für die das Verständnis vom Leben mehr ist als ein bisschen Verblendung, Magie und Lust. Wobei: Nichts gegen Lust. Aber lassen wir das. Übergeordnet geht es dabei um die Integration des Männlichen und des Weiblichen. Es kann ja nicht so weiter gehen, dass Frau sein bedeutet, männlicher als jeder Mann agieren zu müssen, nur eben mit Fotze anstatt Schwanz (Anm.: mit Verlaub). Mehr Over-Night-Bags bei unterschiedlichen Männern zu horten, als man an feinen Dessous-Geschmeide überhaupt besitzt und mit einem Mann eher das Bett als das Badezimmer teilen zu können.

Wo bitte sehr bleibt da weibliches Feingefühl und die Erhebung des Mannes zum ...na, sagen wir ehrlicherweise....Gott. So etwas verwirrt doch bitte sehr auch die Männer. Neulich ließ mich ein Mann die Hälfte meiner Lunch-Rechnung selbst berappen. Glauben Sie wirklich, dieser Herr fühlte sich am Ende des Tages als wahrer Mann, Held oder gar Gentleman? Androgynität scheint im Vormarsch zu sein. Deshalb Ladies und Gentlemen! Auf in die Anden. Holt Euch Euer Geschlecht wieder zurück und lebt Eure(n) innere(n) Göttin und Gott aus, anstatt nur eine wirre Verblendung desselben. Die Schöpfung und vor allem Eure Enkel werden es Euch danken.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Pluto. Nein, nicht der lustigen Comic-Figur von Walt Disney, wobei der Planet Pluto nach seiner Entdeckung tatsächlich danach benannt wurde. Für die Gebildeten unter Ihnen lautet der Name für Pluto aus der Mythologie wie folgt: der Gott der Unterwelt, des Unsichtbaren, Klymenos, der Berühmte, auch Zeus kathachtonis, also der unterirdische Zeus, im Gegensatz zu Zeus, dem Gott über die Lebenden, oder Pylarte, der Türhüter zum Totenreich.

Wie auch immer Sie den Planeten Pluto benennen wollen. Pluto ging nach einigem Hin und Her am 26. November 2008 in das Tierkreiszeichen Steinbock und bleibt dort für die kommenden 16 Jahre. Faszinierend, oder? Ein kurzes Potpourri, was uns damit erwartet.

Ob Sie nun der Astrologie oder dem Horoskop-Klamauk Ihrer Tageszeitung Bedeutung schenken, oder nicht. Soviel sei gesagt. Planeten ziehen da oben ihre auf ewig festgelegte Bahn und sind auch in uns lebendig. Sie wirken auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Denn: Planeten haben Schwingungsmuster, ob Sie das wahr haben wollen, oder nicht.

Astrologie und Astronomie sind im Grunde eine Einheit und wurden früher auch so gehandhabt. Die Astronomie beschäftigt sich mit den berechenbaren Fakten der Himmelskörper, die Astrologie ist eine Geisteswissenschaft oder Philosophie, und hat die Aufgabe, Anweisungen für ethisches Handeln zu geben. Johannes Kepler, der noch gleichermaßen Naturwissenschaftler (Astronom) und Geisteswissenschaftler war, schrieb in seiner Weltharmonik: "Ich fühle mich hingerissen von einem unsäglichen Entzücken über die göttliche Schau der himmlischen Harmonien". Zudem galt es früher als Selbstverständlichkeit, Astrologie und Sternenkunde als Unterrichtsfach an den Schulen zu lehren. Unser moderner Lehrplan heutzutage sieht jedoch anderes vor.
Doch nun zum Pluto Tacheles:

A
Menschen, die jetzt geboren werden, besitzen eine praktische Intelligenz und haben den Wunsch, die Welt zu verändern. Sie werden in Angelegenheiten der Wirtschaft und der staatlichen Lenkung begabt sein und einen praktischen Willen unter Beweis stellen. Unter ihnen wird es große naturwissenschaftliche Begabungen geben. Kinder zu bekommen kann also wieder intererssant sein.

B
Es wird im Verlauf der kommenden 16 Jahre einen großen Entwicklungsschritt bei naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Entdeckungen geben, auch im Hinblick auf theosophische und geisteswissenschaftliche Betrachtungsweisen über die Entstehung der Welt, das Leben nach dem Tod und die Unsterblichkeit dessen.

Und was wird sich für das einzelne Individuum ändern?

Mehr Konkretheit und neue Berufsziele. Beschäftigung mit der Frage: was ist meine wirkliche Aufgabe im Leben? Was ist meine Berufung? Wie finde ich Erfüllung im Beruf, abseits von Gier, Brotneid und Kampf? Im Hinblick auf Selbstentwicklung und psychotherapeutische Arbeit wird die Frage nach der konkreten Anwendbarkeit der Erkenntnisse stärker in den Vordergrund treten. Unser höheres Selbst drängt uns zur Vollkommenheit. Pluto unterstützt diesen Antrieb.

Pluto will uns letztlich zur Klarheit führen, geht dabei machmal scheinbar etwas radikal vor. Er arbeitet nach dem Alles-oder-Nichts Prinzip. Der Morast in unserem Innern soll ein klares, kristallhelles Gewässer werden. Haß und Liebe kommen aus der gleichen Wurzel, wir hassen da, wo wir nicht lieben dürfen, doch um dies zu erkennen, müssen wir zuerst den Haß zulassen (also hassen wir zum Beispiel Hornissen), ihn ganz und gar spüren, bevor er in allumfassende Liebe umgewandelt werden kann.

Die Sexualität, die auch Pluto zugeordnet ist, hält die größten Fallstricke überhaupt bereit. Wie oft glauben wir, jemanden zu lieben, obwohl wir eigentlich nur zur eigenen Lustbefriedigung und für den Kick schnellen Sex haben. Wie wir Sexualität leben, hängt von unserer inneren Entwicklung ab. Eigentlich ist sie das Höchste und Heiligste bis hinunter zum größten Sumpf und der größten Verirrung.

Sie kann ausgelebt oder sublimiert, verfeinert werden. Liebe ist höchstes Bewusstsein. Doch um dahin zu gelangen, bedarf es weniger der richtigen Technik (sexuelle Techniken und Praktiken sind uns unter dem Deckmantel der sexuellen Aufklärung nur hinreichend vermittelt worden). Es ist an der Zeit, die Frage nach der Liebe zwischen Mann und Frau wieder zu stellen.

Wirklich ist also, was wirkt. Vielleicht geht es mehr um die innere Haltung, um die Frage, ob sich jemand Demut und Staunen bewahrt hat angesichts der unfassbaren Größe und Großartigkeit der Schöpfung.
Ach ja! 2009 ist Joseph Hadyn Jahr. 2010 dann aber endlich Helmi Jahr. Bis dahin: CHAPEAU 2009

WÖRTERBERG
Es werde Licht.


Petra Augustyn

www.museum-tv.eu

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