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McCann-Freundin im Fall Maddie überzeugt: 'Ich sah Madeleines Entführer'

21.01.2009DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT

Fall Madeleine McCann: Maddie-Vater auf eigener Faust in Portugal

Gerry McCann ist am gestrigen Dienstag von seiner Reise nach Portugal zurückgekehrt, wo er die noch immer andauernde Suche nach seiner über ein Jahr vermissten Tochter Maddie angespornt hat. Bei dem Tip ging es ihm darum, die angespannten Beziehungen seiner Familie zu den portugiesischen Behörden zu normalisieren.

Die an der Algarve geführten Gespräche nannte McCann "positiv". Es war das erste Mal seit 16 Monaten, dass ein Mitglied der Familie McCann sich wieder nach Portugal traute. Eine gewisse Zeitlang hatte das britische Elternpaar in Lissabon als verdächtig gegolten.

Bei seiner Rückkehr in England erklärte McCann: "Was in der Vergangenheit passiert ist, haben wir im Großen und Ganzen beigelegt.

Wir möchten uns unbedingt auf das konzentrieren, was noch in Sachen Suche unternommen werden kann. Das ist unsere Priorität."

McCann erklärte sich auch einverstanden, "so intensiv wie möglich" mit den örtlichen Behörden zusammenzuarbeiten. Bei seiner Reise habe es sich um "die Erste einer ganzen Reihe" gehandelt, so der Vater der verschollenen Madeleine, die zum Zeitpunkt ihres Verschwindens noch nicht ganz vier Jahre alt war.

Das Mädchen war im Mai 2007 aus der Urlaubswohnung der McCanns im portugiesischen Ferienort Praia da Luz an der Algarveküste

verschwunden. Zum vermuteten Tatzeitpunkt hatten die Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant in der Ferienanlage zu Abend gegessen.

Als die Ermittlungen der zuständigen Behörden im vergangenen Juli eingestellt wurden, ließen sich die McCanns die polizeilichen Dokumente in dem Fall aushändigen, sorgten für eine Übersetzung der über tausend Seiten Material aus dem Portugiesischen ins englische, und führten die Suche mit Hilfe von britischen Privatdetektiven fort.

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Im kommenden Sommer will darüber hinaus der ehemalige portugiesische Chefermittler im Fall Maddie, Goncalo Amaral, seinen Bestseller auch in England auf den Markt bringen. In dem Werk verteidigt der mittlerweile im Ruhestand verweilende Beamte die These, dass nur Gerry und Kate McCann als Schuldige in Frage kämen. Die Mccanns haben bereits rechtliche Schritte gegen den Veröffentlichungsversuch in Aussicht gestellt. (mso)

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