Michael Jackson ist am 25.Juni verstorben, doch das Drama um sein Leben und seine Karriere findet vorerst kein Ende. Die Firma AllGood Entertainment hat am vergangen Freitag eine Klage gegen die Vermögensverwalter des toten Weltstars eingereicht - das Unternehmen verlangt wegen Vertragsverletzung 300 Millionen US-Dollar aus den Einnahmen der Dokumentation 'This is it'.
AllGood Entertainment hatte Michael Jackson bereits Anfang des Jahres, als er noch lebte, auf 40 Millionen US-Dollar - 20 Millionen für die verlorengegangen Einnahmen und 20 Millionen Bußgeldzahlung - verklagt. Denn der 'King of Pop' hatte sich geweigert, an der Reunion der Jackson 5 teilzunehmen. Laut dem Konzertveranstalter hatte Frank Dileo, Manager des begnadeten Sängers und Tänzers, angeblich ein Dokument unterschrieben, wonach Jackson in keiner anderen Show auftreten dürfe. Die Konzertreihe 'This is it' stelle daher eine direkte Verletzung dieses Vertrages dar.
Jetzt, da Michael Jacksons Dokumentation 'This is it' weltweit ausverkauft ist und erwartet wird, dass der Film mindestens 250 Millionen Dollar einspielen wird - andere Quellen gehen sogar von bis zu einer Milliarde aus - will AllGood Entertainment auch ein Stück vom Kuchen. Ein sehr großes Stück.
Deshalb hat das Unternehmen laut dem Onlineklatschportal 'tmz.com' die zuerst geforderte Summe von 40 Millionen Dollar auf schier unglaubliche 300 Millionen Dollar erhöht - und neben Frank Dileo, dem Manager des Bühnenstars, und AEG Live, dem Konzertveranstalter von 'This is it', auch gleich noch Michael Jacksons Vermögensverwalter verklagt.
Dagegen nimmt sich die Summe, die Debbie Rowe, Michael Jacksons Exfrau, vor Gericht von einer angeblichen Freundin fordert, geradezu mickrig aus. Rowe verlangt 490.000 US-Dollar von Rebecca White, die nach dem Tod von Michael Jackson der TV-Show 'Extra' ein Interview gegeben hatte, in dem sie behauptete, Rowe habe nur Interesse daran, an das Geld des weltberühmten Sängers zu gelangen, aber keinerlei Interesse an einem Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder.
Mit dieser Klage will Rowe sichergehen, dass jegliches Geld, das White mit dem Interview gemacht hat, wieder reingeholt wird. Rowes Anwälte schätzen diesen Betrag auf 100.000 US-Dollar. Zusätzlich verlangt die Mutter der zwei ältesten Kinder Jacksons 100.000 US-Dollar für den emotionalen Stress, dem die Kinder ausgesetzt waren, 45.000 US-Dollar für Arzt- und Anwaltskosten sowie 245.000 US-Dollar an Bußgeld.
Die Geschichte, die 'Extra' sendete, basierte auf Whites Beschreibungen von Emails, die sie angeblich mit Rowe nach dem Tod von Michael Jackson ausgetauscht hatte. Dies wird wiederum von Rowe (50) bestritten. White war in der TV-Show als "enge Freundin" Rowes beschrieben worden. Rowes Anwälte dementieren dies vehement.